Vermischtes

Berliner Episoden II – Rettung in letzter Sekunde

U-Bahnfahren in Berlin ist fast immer ein Erlebnis der besonderen Art. Wer die Stadt und ihre verschrobenen Bewohner wirklich kennenlernen will, dem sei eine Fahrt in den diversen U-Bahnen (allen voran natürlich die berüchtigte U7) sehr empfohlen. Sowas steht aber natürlich in keinem Reiseführer… Hier ist also eine neue Folge meiner neuen Serie.

23.11 Uhr. U7 Bayerischer Platz. Drei Punks, – zwei Typen, ein Mädel – betreten schwankend den U-Bahn-Waggon und machen sich auf einem der blau-rot-gemusterten Doppelsitze breit. „Mann! War dat ‘ne Scheißparty. Kackmusik. Viel zu wenig zu saufen!“, sagt der Langhaarige und nimmt zur Bekräftigung seiner Aussage einen festen Schluck aus seiner Bierdose. „Naja, wir können ja ooch zuhause weiterfeiern, wa, Kleine?“, sagt der andere Punk und schaut seine Freundin  – eine Teenagerin mit schwarz-gefärbten Haaren und auffälligem Lippenpiercing – mit einem anzüglichen Blick an. Das Mädchen antwortet nicht, beginnt stattdessen an seinem Hals zu knabbern. „Eeeey. Nehmt euch ‘nen Hotelzimmer!“, motzt der Langhaarige. „Nö. Keine Kohle. Spaß könn’wa doch auch hier haben.“ Der Typ legt seine Füße auf den gegenüberliegenden Sitz. Das Mädchen kichert. „Ach, is doch alles langweilig – verdammt!“ gröhlt der andere. „Is doch noch so früh.. so’n Kack!“ Er stellt seine Bierdose neben seinen Füße auf dem Boden ab.  Keine gute Idee. Die U-Bahn fährt an, schwankt und die Dose kippt um. Eine riesige Bierpfütze ergießt sich auf dem Boden. Der Punk schreit und deutet gefühlte Minuten auf das ausgekippte Bier, auf die Dose, aus der noch immer schäumend Bier läuft! „Scheiße, scheiße…!“, schreit er und schaut fassungslos auf die Bierdose auf dem Boden. Eine junge Frau mit roter Mütze hebt die Dose auf, drückt sie dem immer noch fassungslos dreinblickenden Punk in die Hand. Dieser schaut sie mit glasigen Augen an. Dann fängt er plötzlich an über das ganze Gesicht zu strahlen. Schließlich hebt er seinen Zeigefinger, schwankt ein klein wenig nach hinten und zeigt auf die Frau. Zu den beiden anderen gewandt brüllt er aus voller Kehle: „Eyyy..wisst’er! Diese Person (er nimmt einen Schluck aus der Dose) – ja wisst’er – diese Person hat mir grade mein Leben gerettet!“

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  • Was für ein inspirierender #Instawalk vorhin im Deutschen Historischen Museum. Hier ist jetzt eine Ausstellung zur Russischen Revolution 1917 angelaufen. Ein paar ausgewählte Blogger/Instagrammer/ Twitterer ..whatever..durften heute an einer exklusiven Kuratorenführung teilnehmen. Danke für die Einladung, @dhmberlin, hat Spaß gemacht! :) .
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  • #Charlottenburg hat einfach die schönsten Kinos. Hier war ich gestern im altehrwürdigen #CinemaParis, das sich in seinem Programm vor allem auf französischen #Arthouse konzentriert. Ich hab mir Hanekes neuen Film "Happy End" angesehen... Schwer verdaulich, bedrückend, also definitiv ein Film, der nachwirkt. Mehr dazu bald im Blog.
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  • Hände hoch: Wer beobachtet auch gerne Menschen? ✋ 😉 Vicki Baum hat genau dies für ihren Roman #MenschenimHotel gemacht und beschreibt, welche Persönlichkeiten in einem mondänen Hotel im Berlin der 1920er Jahre aufeinandertreffen. Unterhaltsam, pointiert, humorvoll, aber auch mit Tiefgang erweckt Baums Roman auch heute noch die ganz besondere Atmosphäre der "Goldenen Zwanziger" zum Leben. Meine Rezension lest Ihr im Blog -> #linkinbio
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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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#bookstagram #booksyoushouldread #frankreich #politik #buch #lesen #houellebecq #booknerd #bookaddict #booksthatmakeyouthink #buchtipp #read
  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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