Film

Woody Allen – A Documentary (2011)

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Sein Markenzeichen ist die schwarze Randbrille. Seine Filme zeichnen sich durch charmanten und geistreichen Humor aus – Woody Allen ist einer der ganz Großen des amerikanischen Independent-Kinos. Und das seit über 40 Jahren! Vor allem, mit was für einer Ausdauer! Jedes Jahr dreht er einen neuen Film. Letztes Jahr entführte er uns in das mystische Paris (Midnight in Paris) und landete – zu seiner eigenen Verwunderung  –  einen echten Kassenschlager. Dieses Jahr geht es Ende August schließlich nach Rom, mit seiner neuen Komödie To Rome With Love.

Dokumentarfilmer Robert Weide zeichnet mit seinem neuen Film ein eindrucksvolles, lebhaftes und vor allem sehr amüsantes Porträt und breitet das Leben und Werk eines der wichtigsten und erfolgreichsten amerikanischen Regisseure ausführlich aus. Woody Allen führt  den Zuschauer durch das New Yorker Viertel, in dem er aufgewachsen ist, zeigt uns das Gebäude, in dem er früher täglich ins Kino ging und wo der Grundstein für seine Filmbegeisterung gelegt wurde. Er gewährt uns jedoch auch Blicke in seine Privatsphäre, zeigt uns die Schreibmaschine (!), an der er bis heute jeden seiner Texte verfasst. Dieser Mann ist ohne Frage sehr kauzig, wie er einem sein Prinzip des „Copy & Paste“ sinngemäß erklärt: „Wenn ich eine gute Passage habe, schneide ich sie mit der Schere ab und klebe sie an die richtige Stelle im Drehbuch.“ Ein liebenswerter Kauz, den man irgendwie einfach sympathisch finden muss.

Die Dokumentation gewährt auch spannende Blicke auf Woody Allens Anfänge als Entertainer. Bereits in der Schulzeit schrieb er Gags für verschiedene Tageszeitungen, kurz darauf wurde er entdeckt und trat trotz seiner enormen  Schüchternheit und regelrechten Panik vor Publikum zu sprechen in legendären Bars auf. Rückblickend gesteht er im Interview: „Es war furchtbar.“ Doch sein Mut sollte belohnt werden, denn es ebnete ihm den Weg in die Filmbranche. Er drehte zunächst eher klamaukige Komödien wie What’s New, Pussycat?, Take the Money and Run, Bananas oder auch den sehr futuristischen Film Sleeper. Der wirkliche Durchbruch gelang ihm schließlich mit seinen New York-Filmen Annie Hall (deutsch: Der Stadtneurotiker) oder auch Manhattan, mit denen er zum ersten Mal bewies, dass er lustige Filme drehen konnte – aber eben auch mit Tiefgang! In seinen New York-Filmen stehen oft neurotische Großstädter im Mittelpunkt, die die Frage nach dem Sinn des Lebens antreibt. Philosophische Fragen, etwa ob Gott existiert ebenso wie Themenfelder wie menschliche Einsamkeit und Zwischenmenschliches werden angesprochen. Fragen, die Woody Allen seit jeher beschäftigen. An der einen oder anderen Stelle sieht man in diesen Werken auch ohne Zweifel seine große Bewunderung seiner großen Idole – Ingmar Bergman und Federico Fellini – durchschimmern.

Robert Weides Dokumentation wirft ein liebenswertes und sehr persönliches Bild auf Woody Allen, lässt Weggefährten, Filmschauspieler und ehemalige Frauen zu Wort kommen. Nur stellenweise stellt sich dann doch die Frage, wo eigentlich die Woody-Gegner sind. Wer so viel Erfolg in der Filmbranche hat, muss doch einfach auch Feinde haben! Stattdessen hört und sieht man nur immer wieder wie eine atemberaubend schöne Scarlett Johansson von seiner Persönlichkeit schwärmt und bekannte Kameramänner wie etwa Gordon Willis (u.a. Der Pate) seine unkomplizierte Arbeitsweise in den Himmel loben. Wo sind all die Hasser, die nicht mit Woody Allen klarkommen, seine privaten Skandale (u.a. Liebesbeziehung zur Adoptivtochter) moralisch verurteilen, vielleicht tatsächlich nicht mit ihm zusammenarbeiten wollen? Ein paar von denen hätte Regisseur Robert Weide zur Vervollständigung des Bildes schon noch auftreiben können…

Abgesehen von dieser kleinen Schwäche erfährt man in Woody Allen – A Documentary ohne Frage sehr viel über sein Werk. Manches wusste man als Woody-Fan, anderes jedoch auch wieder gar nicht. Grund genug also, sich mal wieder eingehender mit seinen Filmen zu beschäftigen – unter mittlerweile über 50 Filmen, findet sich sicher noch genug, was man nicht gesehen hat. Was nicht ist, kann ja noch werden…

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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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