Film

Some Like It Hot (1959)

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Heute vor 50 Jahren starb eine der größten Filmikonen überhaupt: Marilyn Monroe. Zeit ihres Lebens sehnte sie sich nach Anerkennung, drehte zahlreiche romantische Komödien, schaffte den erwünschten Sprung in die anspruchsvollere Schauspielwelt jedoch bedauerlicherweise nie. Zu sehr hatte sie sich in ihrem Image des blonden Dummchens verstrickt, welches sie in ihr Verderben reißen würde – sie gilt bis heute als das Sexsymbol der 50er Jahre. Im Alter von gerade mal 36 Jahren wurde sie tot in ihrem Appartement aufgefunden. Todesursache: Überdosis an Schlaftabletten. Vermutlich Selbstmord.

Trotz ihrer enormen Zweifel an ihrem eigenen schauspielerischen Talent, die sie immer wieder – sehr zum Ärger der am Film beteiligten Crew – die Dreharbeiten unterbrechen ließen, hat sie ein beachtliches Werk hinterlassen. Zu den brillantesten Werken zählt sicher Some Like It Hot, mit dem sich Regielegende Billy Wilder selbst übertroffen hat. Some Like It Hot vereint das, was eine perfekte Komödie ausmacht: Sprachwitz, geniale Dialoge und nicht zuletzt liebenswürdige und charmante Figuren, verkörpert von talentierten Schauspielern (neben Marilyn Monroe spielten Tony Curtis und Jack Lemmon) – und das alles ist so zeitlos, dass man sich den Film immer und immer wieder ansehen kann! Und mittendrin spielt eine strahlende Marilyn Monroe, der man ihre seelische Krise, die sie auch während des Drehs zu diesem Film ereilte, nicht im Geringsten anmerkt.

Die Handlung ist recht schnell erzählt. In den späten 20er Jahren schlagen sich die beiden abgebrannten Jazzmusiker Jerry (Jack Lemmon) und Joe (Tony Curtis) in Chicago mit Gelegenheitsjobs durch. Eines Abends werden sie durch einen unglücklichen Zufall Zeuge einer Schießerei zwischen zwei verfeindeten Gangsterbanden. Gangsterboss „Gamaschen-Colombo“ entdeckt, nachdem er seine Feinde kaltblütig in einer Garage hinrichten lässt, die beiden Musiker versteckt hinter ein paar Autos. Keine Frage, Zeugen kann er überhaupt nicht gebrauchen!

Jerry und Joe wissen nur eins: schnell weg aus Chicago, weit weit weg! Sie erfahren von einem Jobangebot in einer Musikkapelle – die Sache hat nur einen Haken: gesucht werden zwei Musikerinnen! Kurzerhand schlüpfen sie in Frauenkleider und legen sich zwei neue Namen zu: Josephine und Daphne. Die Damenkapelle hat ein Engagement im sonnigen Florida – nicht gerade der schlechteste Ort, um sich vor Gangstern zu verstecken… Wenn da nur die überaus attraktive Sängerin Sugar (Marilyn Monroe) nicht wäre, die den beiden Herren in Frauenkleidern schon bald gehörig den Kopf verdreht. Und auch umgekehrt zeigt die Männerwelt schon bald starkes Interesse an den einfach hinreißenden Damen – gar nicht so leicht für Daphne und Josephine, die doch sehr hartnäckigen Avancen abzuwehren!

Diese Verwicklungen sind derartig komisch, dass es einem immer wieder die Lachtränen in die Augen treibt. Den Schauspielern merkt man eine enorme Spielfreude an, die einfach Spaß macht. Auch nach mehrmaligem Sehen (ich habe Some Like It Hot wirklich unzählige Male gesehen) zünden die Gags jedes Mal wieder auf’s Neue. Wenn Marilyn auf der Bühne in einem atemberaubenden Abendkleid „I Wanna Be Loved By You“ oder „I’m Through With Love“ singt, lässt einen das nicht unberührt – und nicht zuletzt geben Jack Lemmon und Tony Curtis einfach zwei sehr liebenswerte Damen ab.

Es gäbe noch so viel mehr über Some Like It Hot zu sagen, aber kurz und knapp gesagt: Es ist eine Komödie, in der einfach alles stimmt. Ein zeitloses Meisterwerk, das auch nach über 50 Jahren nichts von seiner Frische eingebüßt hat. Auch wenn die berühmten Schlussworte des Films „Nobody’s perfect“ lauten – diese bis ins kleinste Detail genial durchkomponierte Komödie ist es.

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Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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