Literatur

Bücher sortieren

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Was mach ich nur mit meinen ganzen Büchern? Jeder leidenschaftliche Leser musste sich diese Frage – spätestens nach einem Umzug – sicherlich schon einmal stellen. Gibt es eine sinnvolle Weise die geliebte Lektüre zu sortieren? In der Welt der Literaturblogger lassen sich schon unzählige Vorschläge finden. Einige sortieren ihre Bücher nach Genre und Autoren, andere nach den Kategorien „ungelesen“ und „gelesen“ oder sogar alphabetisch! Doch wie findet man seine literarischen Schätze am besten ohne langes Suchen wieder?

Bücher sortieren

Wenige Tage nach meinem Umzug stehe auch ich wieder vor der Frage, wie ich die Unmengen an Büchern am besten verstauen soll. Weiß wirklich nicht, wo die alle herkommen! Meine Lesevorräte scheinen sich in den vergangenen Jahren – wahrscheinlich in erster Linie durch mein Studium und den einen oder anderen Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung verdoppelt oder gar verdreifacht zu haben! Zunächst waren also kreative Stapeltechniken von Vorteil, um die Bücher alle unterbringen zu können. So wird der wenige Platz im Regal sehr ökonomisch ausgenutzt ;):

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Bücher sortieren – nach Farbe

Als kleine Ästhetin freu ich mich auf jeden Fall über ein schön anzusehendes Bücherregal. Natürlich sind letztendlich die Inhalte in den Büchern entscheidend, doch das Auge liest mit. Ich beobachte bei mir persönlich oft, dass meine Aufmerksamkeit in einem Buchladen häufig erst durch ein kreativ gestaltetes Buchcover auf ein bestimmtes Buch gelenkt wird. Vielleicht sogar durch eine bestimmte Farbe…so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich ein Buch in die Hand nehme sicher um einiges, wenn es in meiner Lieblingsfarbe Rot gestaltet ist 😉 Ich scheine zudem ein sehr visuelles Gedächtnis zu haben: Manchmal kommt es sogar vor, dass mir jemand von einem neuen Roman erzählt und gleich vor meinem inneren Auge das Buchcover erscheint. Dies ist natürlich praktisch, wenn man mal ein bestimmtes Buch in seinen Regalen suchen sollte. Ich habe mich deshalb beim Einsortieren diesmal auch wieder dafür entschieden, einige Bücher nach Farbe zu sortieren. Sieht hübsch aus und bei bestimmten Romanen wie Hemingways „Fiesta“ weiß ich einfach, dass es einen knallroten Einband hat 😉

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Bücher sortieren – nach Autor oder Verlag

Hundertprozentig lässt sich dieses Farbkonzept natürlich nicht immer umsetzen, deshalb sortiere ich manchmal auch nach Autoren (meine Capote-Bände stehen nebeneinander) oder Verlagen: gerade, wenn man zum Beispiel vom Fischer- oder Diogenes-Verlag einige Bücher besitzt, ist es vielleicht ganz sinnvoll diese „Reihen“ nicht auseinander zu reißen.

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Bücher sortieren – nach persönlichen und autobiographischen Aspekten

Früher habe ich Bücher teilweise sogar nach persönlichen Beziehungen zwischen den Autoren sortiert. So stellte ich Max Frischs Romane etwa neben den Erzählungsband von Ingeborg Bachmann, da die beiden Schriftsteller ja für einige Zeit liiert waren. Literatenfreunde wie Hemingway und Fitzgerald könnte man natürlich auch sinnvoll nebeneinander ihr Dasein im Bücherregal fristen lassen. Vielleicht schießt diese Art des Büchersortierens aber auch schon wieder zu sehr übers Ziel hinaus: man muss daraus ja keine Wissenschaft machen! Von dieser brauch ich nach meinem Master erst mal eine Pause…

Jetzt habe ich euch meine Regale gezeigt, doch wie sieht es mit euren aus? Habt ihr bestimmte Tipps, Vorschläge und Anregungen, um die eigene Bibliothek am schönsten und sinnvollsten zu organisieren? Ich freu mich auf eure Kommentare!

Ihr wollt sogar noch einen Schritt weiter gehen und Bücher ausmisten? Dann schaut mal hier.

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    7 KOMMENTARE

  • kutabu 9. April 2015 Reply

    Das ist ja mal eine kreative Sortiermöglichkeit: nach Farben zu sortieren ist mir nie in den Sinn gekommen, hat aber was, solange man sich auf sein Gedächtnis verlassen kann 🙂
    Ich bin da eher einfältig: Zwei Bücherschränke sind mit der Belletristik nach alphabetischer Reihenfolge der Autoren sortiert. Außer die isländischen und nordischen Romane, die stehen gesammelt woanders. Die Reiseführer und Bücher zur Lebenshilfe haben ihr eigenes Regal, ebenso die Atlanten. Und dann gibt es noch das Regal mit den ungelesenen Büchern. Aber im Grunde genommen bin ich eher dabei, meine Bücherbestände abzubauen, wenn ich nur könnte. Kann ich aber irgendwie nicht… Dir viel Freude in Deiner neuen Bleibe – Berlin? Viele Grüße aus z.Zt. Kreta, Eva 🙂

    • sommerdiebe 9. April 2015 Reply

      Danke für deinen Kommentar! Du sortierst also alphabetisch: Klingt sinnvoll, mir würde glaub ich dafür aber die Geduld fehlen 😉 Das mit den Genres und der Trennung von Sachbüchern und Belletristik mach ich auch.
      Beim Durchforsten meiner Buchbestände hab ich ebenso das eine oder andere Buch gefunden, das vielleicht mal weiterziehen sollte. Demnächst frage ich bei einem Antiquariat an – Bücher wegschmeißen bring ich glaub ich nicht übers Herz. Sind eben doch Bücher!
      Ja, ich genieß jetzt wieder meine Heimatstadt Berlin. 🙂 Viele liebe Grüße, Deborah

      • kutabu 9. April 2015 Reply

        Ein Buch wegwerfen bringe ich auch nicht übers Herz. Niemals!!! Nein, ich mache ein wenig in Tauschticket (kennst Du? http://www.tauschticket.de), oder ich lege sie auf die Fensterbank meines hiesigen Lieblingskinos, von wo ich auch ab und an auch etwas abstaube. Grüß mir Berlin! Ihr heute: 20 Grad. Wir in Kreta: 14 Grad …

        • sommerdiebe 9. April 2015 Reply

          Ja, von Tauschticket hab ich schon mal gehört. Ich habe früher mal beim Bookcrossing (http://www.bookcrossing.com) mitgemacht. Auch eine witzige Idee: Man „setzt“ sein Buch irgendwo aus (z.B. legt es auf eine Parkbank oder sonstwo). Der Finder meldet sich dann auf der Internetseite und setzt es auch wieder aus. Im Idealfall kann man dann nachverfolgen, wo das Buch überall hin gereist ist, manche Bücher schaffen es sogar ins Ausland. Aber meine Angst war dabei immer, dass es doch irgendein ignoranter Bücherhasser findet, der es dann einfach wegschmeißt oder so. 😉
          Stimmt, hier in Berlin gibt es teilweise auch schöne Cafés, wo man seine Bücher in ein Regal stellen kann. Find ich eine gute Sache, weil da vielleicht potentiell mehr Buchliebhaber anzutreffen sind und ein Buch die Chance hat, einen neuen Leser zu finden 🙂
          Liebe Grüße aus dem sonnigen Berlin nach Kreta!

          • kutabu 9. April 2015

            Stimmt, bookcrossing habe ich auch schon genutzt. Bislang sind aber alle Bücher, die ich ausgesetzt habe, spurlos verschwunden 🙁
            Danke für die Grüße, heute war es hier auch sonnig und mittags sogar 18 Grad.

  • Petra Gust-Kazakos 9. April 2015 Reply

    Sortierkriterien – ein weites Feld : ) Mutig von dir, nach Farben bzw. Verlagen/Reihen zu sortieren, da würde ich vermutlich viel suchen, um etwas zu finden. Mir gefallen natürlich auch schön gemachte Bücher, aber ich könnte nicht bei allen auf Anhieb sagen, welche Farbe beim Cover überwiegt oder in welchem Verlag meine Ausgabe erschienen ist.
    Ich trenne nach Gebieten, also Belletristik, die wiederum wird nach Genres unterteilt, bzw. Sachgebiete, wie Geschichte/Politik, Philosophie, Kunst, Architektur/Design, auch die Reiseliteratur nimmt ein paar Regale ein etc. Innerhalb dieser Gebiete sortiere ich alphabetisch nach Autoren oder chronologisch, etwa bei Kunst, Politik etc. Damit komme ich ganz gut klar. Aber ich finde es immer spannend, bei anderen die Bücherregale anzuschauen und zu versuchen, ihre Ordnung zu verstehen.
    Liebe Grüße
    Petra

    • sommerdiebe 9. April 2015 Reply

      Danke für diese Einblicke in dein persönliches Sortier-System. Find es auch spannend, Regale von anderen zu sehen 😉 Mal sehn, wie lange mein System noch gut geht, hast schon recht..je mehr Bücher, desto schwieriger wird es auch mit dem Wiederfinden nach Farbe/Aussehen. Bisher klappt das allerdings (noch) ganz gut. Alphabetisches Sortieren wäre mir glaub ich zu aufwendig.
      Beste Grüße,
      Deborah

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  • Was für ein inspirierender #Instawalk vorhin im Deutschen Historischen Museum. Hier ist jetzt eine Ausstellung zur Russischen Revolution 1917 angelaufen. Ein paar ausgewählte Blogger/Instagrammer/ Twitterer ..whatever..durften heute an einer exklusiven Kuratorenführung teilnehmen. Danke für die Einladung, @dhmberlin, hat Spaß gemacht! :) .
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  • #Charlottenburg hat einfach die schönsten Kinos. Hier war ich gestern im altehrwürdigen #CinemaParis, das sich in seinem Programm vor allem auf französischen #Arthouse konzentriert. Ich hab mir Hanekes neuen Film "Happy End" angesehen... Schwer verdaulich, bedrückend, also definitiv ein Film, der nachwirkt. Mehr dazu bald im Blog.
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  • Hände hoch: Wer beobachtet auch gerne Menschen? ✋ 😉 Vicki Baum hat genau dies für ihren Roman #MenschenimHotel gemacht und beschreibt, welche Persönlichkeiten in einem mondänen Hotel im Berlin der 1920er Jahre aufeinandertreffen. Unterhaltsam, pointiert, humorvoll, aber auch mit Tiefgang erweckt Baums Roman auch heute noch die ganz besondere Atmosphäre der "Goldenen Zwanziger" zum Leben. Meine Rezension lest Ihr im Blog -> #linkinbio
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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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#bookstagram #booksyoushouldread #frankreich #politik #buch #lesen #houellebecq #booknerd #bookaddict #booksthatmakeyouthink #buchtipp #read
  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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