Kunst & Fotografie

Ausstellungstipp: Cindy Sherman im Me Collectors Room Berlin

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Letzte Woche war Berlin Art Week und so hat es mich seit langem mal wieder in die Auguststraße in Berlin-Mitte verschlagen. In dieser Straße wimmelt es nur so vor Galerien. Vor allem im KW-Berlin war ich früher sehr oft, ebenso im Alten Postfuhramt. Doch seit das C/O Berlin nach Charlottenburg umgezogen ist, bin ich nur noch selten in dieser Gegend gewesen. Ausgerüstet mit Kamera bummelte ich am letzten Sonntag zunächst durchs Viertel, dann machte ich mich schließlich schnurstracks zu einem mir bisher unbekannten Ort auf, dem Me Collectors Room. Dort hat gerade eine Cindy Sherman-Ausstellung begonnen!

Cindy Shermans fotografisches Werk lässt mich schon seit Jahren nicht los. Schon für meine Abi-Prüfung im Fach Kunst analysierte ich ihre History Portraits und beschäftigte mich intensiv mit ihrem Konzept der inszenierten Fotografie. Cindy Sherman arbeitet vor allem in ihren Frühwerken nur mit sich selbst als Fotomodell und schlüpft für ihre Fotos in unzählige Rollen. So beispielsweise auch in ihrer frühen Fotoserie Untitled Film Stills, in der sie Filmszenen von nie gedrehten Filmen darstellt. Vor allem an dieser Reihe begeistert mich auch immer wieder auf’s Neue, dass ihre Fotos Geschichten erzählen und den Betrachter auf der Stelle dazu einladen, eigene Assoziationen zu entwickeln. Was hat sich in dieser Szene zugetragen? Ist das nicht aus einem Hitchcock-Film? Nicht selten ertappt man sich plötzlich bei dem Gedanken, dass die dargestellte Filmszene ja rein fiktiv ist und der Film nie gedreht wurde. Könnte er aber. Cindy Sherman nimmt man das jedenfalls sofort ab.

In der Ausstellung im Me Collectors Room traf ich zwar auf viele bereits bekannte Werke, dennoch fand ich es wieder sehr inspirierend, die Fotos in dieser Form erneut zu betrachten. Mit einigen – teils verstörenden – Werken Cindy Shermans war ich bisher noch nicht in Berührung gekommen. In ihren aktuelleren Serien wendet sie sich zunehmend von Porträtaufnahmen ab, inszeniert stattdessen leblose Gegenstände wie Puppen und erzeugt hierbei eine teils morbide Stimmung. Aufschlussreich war dann auch der Film „Office Killer“, der in einem Raum der Ausstellung gezeigt wurde. Dort kam die Künstlerin selbst zu Wort.

In dieser Galerie schaue ich sicher nochmal vorbei.

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