Kunst & Fotografie

Das neue Museum Barberini in Potsdam

Museum Barberini Potsdam

Potsdam hat ein neues kulturelles Highlight: das Museum Barberini. Das neue Kunstmuseum hat gerade mal vor zwei Wochen geöffnet, stößt aber schon jetzt auf ein Rieseninteresse. SAP-Mitbegründer und Multimilliardär Hasso Plattner hat es gestiftet, in nur 3 Jahren Bauzeit wurde das ehemalige Palais Barberini wieder aufgebaut. Davon kann Berlin ja angesichts einiger noch laufender Bauprojekte nur von träumen…

Museum Barberini – Alt trifft neu

Ich wollte mir das neue Ausstellungshaus natürlich unbedingt ansehen, wenn ich doch am Eröffnungswochenende von den langen Warteschlangen abgeschreckt wurde. Am Donnerstag war es dann aber soweit. Das Museum hat jeden ersten Donnerstag im Monat bis 21 Uhr geöffnet – perfekt, um direkt nach der Arbeit noch vorbeizuschauen. Die Architektur ist definitiv sehr gut geraten. Alt trifft auf neu. Wenn man vom Alten Markt kommt, strahlt einem aus der Ferne ein prächtiges Bauwerk mit deutlichen Anleihen an sein berühmtes Vorbild, den Palazzo Barberini in Rom, entgegen. Innen drin erwartet den Besucher dann ein heller und freundlicher Museumsbau, hohe Decken, feines Holzparkett, ein einladendes Café im Eingangsbereich. Sehr ansprechend!

Das Museum Barberini wird in nächster Zeit zunächst für verschiedene Wechselausstellungen genutzt. Derzeit gibt es Impressionismus. Die Kunst der Landschaft, Klassiker der Moderne und Künstler in der DDR zu sehen. Da dürfte also für jeden Geschmack etwas dabei sein.

caillebotte

Vor allem die Impressionismus-Ausstellung hat mich sehr beeindruckt. Allein schon die Fülle an Gemälden von wirklich so ziemlich jedem bedeutenden Künstler mit Rang und Namen: Max Liebermann, Alfred Sisley, Gustave Caillebotte und allen voran natürlich Claude Monet mit seinen weltberühmten Seerosen-Gemälden. Zu jedem Werk werden direkt an der Wand kurz und knackig die Besonderheiten des jeweiligen Gemäldes erläutert – das dürfte also gerade für Besucher, die nicht ständig ins Museum gehen oder ihr Wissen über Kunstgeschichte noch auffrischen möchten, eine angenehme Ergänzung sein. Einen Audio-Guide gibt es auch – mit der Stimme von Wahl-Potsdamer Günther Jauch – hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Die Gemälde sind schön präsentiert und entführen einen in idyllische sommerliche Landschaften – gerade also für alle, die das Ende des Winters nicht erwarten können, sicher eine Wohltat 😉

Im Museum Barberini seerosen-monet

Auf drei Etagen bietet das Museum Barberini einen spannenden Streifzug durch den Impressionismus und die moderne Kunst, den kein Kunstliebhaber verpassen sollte. Neben bekannten Werken und Künstlers gibt es immer wieder auch unbekanntere Gemälde zu entdecken, die ihr Dasein schon eindeutig zu lange in privaten Wohnzimmern gefristet haben. Jetzt wurden sie endlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Also, liebe Berliner, keine Ausreden mehr. Steigt in die S7 und fahrt nach Potsdam! Das Museum Barberini präsentiert definitiv die Crème de la crème der Kunstgeschichte. Ich werde sicher bald wiederkommen.

Museum Barberini – Ein paar Service-Infos:

Museum Barberini
Humboldtstr. 5–6
14467 Potsdam

Öffnungszeiten:
Montag / Mittwoch bis Sonntag: 11–19 Uhr
Dienstag: geschlossen
1. Donnerstag im Monat: 11-21 Uhr

Eintritt: 14 Euro
Kleiner Tipp: Es lohnt sich schon relativ schnell eine Jahreskarte. So hab ich mir zum Beispiel gleich mal die Jahreskarte Barberini Young Friend für 20 Euro gesichert, die für alle Besucher unter 35 Jahren gültig ist.

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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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