Theater & Musik

Jung, lebhaft & bunt: Like Berlin im Wintergarten

Like Berlin

„Guten Morgen, Berlin, du kannst so hässlich sein.“ Die neue Show Like Berlin im Varietétheater Wintergarten startet gleich mit einem Knaller – quasi mit DER Berlin-Hymne, die der Berliner Musiker Peter Fox vor ein paar Jahren dichtete und mit der er genau den Nerv der Hauptstadt traf. Berlin ist eben schmuddelig, nicht so herausgeputzt wie Hamburg, München oder Düsseldorf. Die Stadt zeigt oft auch ihre rauen und abstoßenden Seiten – und trotz allem lässt sich hier so frei und unbeschwert leben wie kaum in einer anderen deutschen Großstadt.
Berlin so zeigen, wie es ist – das hatten auch die Macher der Wintergarten-Show Like Berlin im Pressetext vorab vollmundig versprochen. Als leidenschaftliche Berlinerin nahm ich spontan natürlich gerne die Einladung zu diesem Event an. Meine geliebte Heimatstadt in einer Show – na, da bin ich aber gespannt!

Jung, hip und verrückt: Like Berlin – Ein Porträt der Hauptstadt

Ich war vorher noch nie im Wintergarten, der ja an sich eher für klassische Varieté-Shows bekannt ist. Hier möchte man allerdings ein jüngeres Publikum erreichen – das wird von der ersten Minute an klar. Tänzer und Artisten wirbeln über die Bühne, mal im Berghain-Style auf einem abgeranzten Doppelbett, mal in knallbunten Street-Outfits oder orangefarbener BSR-Uniform. Die einzelnen Nummern bestehend aus Ballett-Tanzeinlagen, Jonglier- und Slapstick sowie Gesangsparts sind abwechslungsreich und spiegeln tatsächlich den Spirit Berlins wieder – zumindest, wenn man man Berlin nach seiner derzeitigen enorm hohen Popularität als Party- und Hipsterhauptstadt bewertet. Selbstverständlich ist Berlin noch viel mehr als das!

Like Berlin - StatementUntermauert wird die dargestellte „Seele Berlins“ durch witzige Statements, in denen Berlinern den Show-Machern während einer Guerilla-Kampagne typisch berlinerische Antworten auf Fragen wie „Woher weißt du, dass du Berliner bist?“ „Was gehört in Berlin zum guten Ton?“ oder „Was dürfen Berliner niemals tun?“ gegeben haben. Typisch berlinerisch heißt in diesem Fall: sehr direkt, zuweilen schwarzhumorig und frech. Denn wenn ein echter Berliner eines ist, dann das: Er ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen und sagt ohne Umschweife, was Sache ist. Projiziert werden die Interview-Statements auf ein überdimensionales B – ein Dickes B im wahrsten Sinne des Wortes.

Ganz nebenbei nimmt die Show Like Berlin den Zuschauer auch mit auf eine abwechslungsreiche Zeitreise durch die Stadtgeschichte Berlins. Die einzelnen Beiträge sind zwar nicht chronologisch geordnet, immer wieder bringt die Show jedoch unverkennbar große historische Momente in die Revue ein. Die schillernden Zwanziger Jahre, in den Berlin zur Welt- und Kulturmetropole aufstieg. Die Zeit der Teilung und Wiedervereinigung. Nicht immer schaffen es die Macher, bekannte Klischees zu umschiffen (natürlich läuft bei der DDR-BRD-Nummer der Song „Wind of Change“ im Hintergrund) – im Großen und Ganzen handelt es sich bei der Show Like Berlin jedoch um einen bunten Potpourri an eindrucksvollen Artistik- und Tanzeinlagen, der vor allem durch talentierte junge Künstler begeistert. Ein angenehm kurzweiliger Abend mit vielen beeindruckenden Momenten. Einen echten Berliner muss man sowieso nicht mehr überzeugen – er weiß, was an dieser Stadt liebens- und lebenswert ist. In jedem Fall bietet die Show Like Berlin jedoch sowohl für Einheimische als auch für Zugezogene oder Touristen feinste Abendunterhaltung, die jederzeit spannend und abwechslungsreich bleibt.

Die nächsten Termine findet Ihr hier. Ich danke dem Wintergarten Berlin herzlich für die Einladung zur Show.

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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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  • Auch ich bin bei der #bookstagram-Challenge von @kaprizioesblog dabei und werde Euch die nächsten Tage ein paar Einblicke in meine #buchpassion geben. Aber heute erstmal ein klassisches"ÜBER MICH":
Ich heiße Deborah, 28 Jahre alt und blogge mittlerweile seit 6 Jahren in meinem Kulturblog Sommerdiebe über alles, was mich in kultureller Sicht bewegt: Bücher, Filme, Ausstellungen, Reisen in faszinierende Städte und Ländern, Fotografie..und vieles mehr :)
Auf dem Foto himmel' ich übrigens gerade mal wieder einen meiner liebsten Schriftsteller an, den Dandy und Ästheten #OscarWilde. 😍 
In diesem Sinne, ich freue mich auf die Challenge und darauf, viele nette Buchliebhaber kennen zu lernen.
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  • Okay, alles klar: Bücherflohmärkte sind verdammt gefährlich! :D
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