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Unterwegs in Milano: Meine persönlichen Highlights

Unterwegs in Milano: Meine persönlichen Highlights

So ein kleiner Städtetrip ist immer wahnsinnig erfrischend: eine ungewohnte Umgebung zu erkunden und Neues zu entdecken, macht mir einfach großen Spaß. Sicher, erholsam ist so ein Urlaub zwar meistens eher weniger, dafür aber umso inspirierender. Letztes Wochenende ging’s für mich seit langem mal wieder nach Italien, genauer gesagt in die zweitgrößte Stadt Milano/Mailand. Ich hatte schon viel über diese Stadt gehört, die ja quasi als das Mode-Mekka Europas zählt. Während meinen Erkundungstouren musste ich jedoch schnell feststellen, dass Mailand noch viel mehr als das zu bieten hat. Kurz und knackig zusammengefasst: Hier sind meine persönlichen Highlights dieser vielseitigen Stadt, die sich vor der großen Schwester Rom nicht verstecken muss:

1. Mode & Design

Wie bereits erwähnt: An der Mode kommt man in Mailand nicht vorbei. Im Zentrum, nur wenige Meter vom prachtvollen Dom entfernt, befindet sich eine der edelsten Modemeilen, die ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Die Galleria Vittorio Emanuele II. beeindruckt nicht nur durch die imposante Architektur mit edlem Glasdach, sie vereint auch so ziemlich alle Modehäuser mit Rang und Namen. Sicher, um hier einzukaufen, benötigt man das nötige Kleingeld – aber auch ohne dieses, ist es eine große Freude, die Schaufenster zu bewundern und dabei von dem einen oder anderen Traumkleid zu träumen. Zwischendurch sind natürlich auch immer wieder Stücke dabei, bei denen man sich fragt, wie man dafür bloß 3000 Euro ausgeben kann (Da Vinci-Tasche)…aber guten Stil kann man bekanntlich nicht kaufen…

Am Ausgang angelangt, geht das Shopping in eine zweite Runde. Unzählige Kaufhäuser und Boutiquen aller Preisklassen reihen sich aneinander. Wer hier nichts findet, ist selber Schuld. Ich beließ es zwar beim Gucken, hätte hier aber bestimmt auch das eine oder andere Kleidungsstück mitnehmen können 😉

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2. Das gute Essen

Für mich eigentlich immer einer der Hauptgründe, nach Italien zu reisen: hier lässt sich einfach wahnsinnig toll genießen. Für mich zählt die italienische Küche definitiv zu den besten der ganzen Welt. Und dann erst die Dolci und Desserts: Ich merke schon, ich gerate ins Schwärmen!

Unweit des Doms entdeckte ich einen tollen Eisladen, bei dem alle Eissorten nach Musikern benannt waren: die Gelateria della Musica an der Piazzetta Pattari. Von den vielen kreativen Namen und Sorten war ich zwar zugegebermaßen zunächst etwas überfordert, aber letztendlich genoss ich ein wunderbar cremiges Pistazieneis, das mich gedanklich sofort wieder nach Sizilien brachte.

Ein großes Highlight war außerdem das Restaurant El Barbapadena am , wo ich an meinem Geburtstag ein köstliches Abendessen genoss. Sehr urig eingerichtet, freundliche Bedienung, leckere Gerichte und ein traumhaftes Tiramisu, das auf der Zunge zerging: Was braucht man mehr zum Glück?

3. Street Art in Milano

Ich war selbst überrascht, wie bunt Milano ist. An jeder noch so unscheinbaren Ecke begegneten mir kreative Street-Art-Motive. Mal witzig, mal politisch, mal originell – eine bunte Mischung. Wie so oft befanden sich Graffiti, Stencils & Co. nicht unbedingt in der schicken Innenstadt, sondern eher in Vierteln abseits des großen Trubels. Vor allem die Rollläden von Geschäften und Cafés werden häufig mit Gemälden verziert. Auf jeden Fall eine originelle Idee, schließlich werden diese zur nachmittäglichen Siesta heruntergefahren und verschönern auf diese Weise das Straßenbild.

Die Gentrifizierung ist wie in vielen europäischen Großstädten auch in Milano ein Thema. Vor allem rund um das beliebte Touristen-Areal nahe der Navigli-Kanäle fand ich viele Street-Art-Motive, die politisch links orientiert waren und mit eindeutigen Parolen auf die Verdrängung alteingesessener Bewohner aufmerksam machten. Je mehr ich im Internet zu diesem Thema google, sehe ich, dass ich noch ganz viele Motive verpasst habe. Vielleicht kann ich das dann beim nächsten Trip nach Milano nachholen. 😉

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4. Tradition & Innovation im Einklang

Alt vs. neu. Diese Gegensätze begegnen einem in Milano laufend. Im einen Moment ruckelt man in einer gefühlt 100 Jahre alten Straßenbahn (ein Muss für Retro-Fans!) durch die Gegend, im nächsten Moment findet man sich in einem hypermodernen Geschäfts- und Wohnviertel wie der Isola wieder. Imposante Bauwerke wie die Galleria, der Dom oder die Pinoteca di Brera erzählen von der großen kulturellen Geschichte Milanos, während weitere Orte in der Stadt eindeutig zeigen, dass hier durchaus innovative Projekte gefördert werden. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel das Hochhaus Bosco Verticale, das bereits Preise für sein nachhaltiges Design gewonnen hat. Das mit Bäumen bewachsene Haus zeigt auf, welchen Weg moderne Großstädte gehen könnten, um ein besseres Stadtklima zu schaffen.


Milano hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht, mal wieder zu kommen und diese vielfältige Stadt zu erkunden. Wart Ihr schon mal dort? Welche Orte und Dinge haben Euch besonders gut gefallen?

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    2 KOMMENTARE

  • Eva 8. Juni 2017 Reply

    Du bist auch vom Sternzeichen Zwilling 🙂
    Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Das war sicher die beste Idee, sich einen tollen Städtetrip zu gönnen…
    Ich war mal als Kind dort, auf der Durchreise. Wir haben in einem Hotel in einem Hochhaus gewohnt, und mich hat die Stadt, so wenig ich von ihr auch gesehen habe, gut gefallen. Irgendwann fahre ich da auch mal hin – richtig… 🙂

    • Deborah 8. Juni 2017 Reply

      Ja genau, hatte am 3. Juni Geburtstag. Vielen Dank 🙂
      Mailand lohnt sich auf jeden Fall. Fahre bestimmt nochmal hin 🙂

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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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#bookstagram #booksyoushouldread #frankreich #politik #buch #lesen #houellebecq #booknerd #bookaddict #booksthatmakeyouthink #buchtipp #read
  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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