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Frank Berzbach: Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

Es gibt so Bücher, die stehen sehr lange auf meiner (imaginären) Leseliste, bis sie mir dann doch eines Tages unverhofft in die Hände fallen und dann endlich gelesen werden. Frank Berzbachs Sachbuch Die Kunst ein kreatives Leben zu führen entdeckte ich schon vor etwa zwei Jahren in einem Buchladen. Allein schon der Titel und das schön gestaltete Innenleben des Buches sind ja echte Eyecatcher.

Die Kunst ein kreatives Leben zu führen: Inhalt in 3 Sätzen

Jeder kreative Mensch kennt es, wenn die Ideen manchmal einfach nicht mehr sprudeln möchten – dies dann meistens, wenn Alltagssorgen zu oft überhand nehmen und das Gedankenkarussell sich einfach nicht aufhört zu drehen. Autor Franz Berzbach nimmt in seinem Buch das Entstehen von Kreativität genauer unter die Lupe und widmet sich der modernen Arbeitswelt, die das Entstehen von innovativen Ideen leider durch feste hierarchische Strukturen und wenig variable Arbeitszeiten allzu oft einschränkt und gerade für schöpferisch veranlagte Menschen oft ein großes Problem darstellt. Die Kunst ein kreatives Leben zu führen ist reich gespickt mit Zitaten von Wissenschaftlern, Künstlern, Philosophen, Psychologen bis hin zum Zen-Buddhisten und gibt zahlreiche Anregungen, um auch im hektischen Alltagsgeschehen zu mehr Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Kreativität zu finden.

Kreativität verstehen lernen

Wie entsteht Kreativität? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um gestalterisch tätig werden zu können? Frank Berzbach zeigt unterschiedliche Ansätze auf, die unabdingbar sind, um seinen Ideen, Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen zu können. So sollte ein kreativer Mensch beispielsweise über eine gute Konzentrationsfähigkeit, innere Ruhe und Ausgeglichenheit, Entscheidungsfreiräume und einen Rückzugsort verfügen. Wichtig ist zudem eine große Hingabe zur kreativen Tätigkeit, denn „nicht der Output, sondern die Tätigkeit des Gestaltens selbst ist der Motor.“ Berzbach geht jeden der genannten Bedingungen für erfolgreiche kreative Arbeit Schritt für Schritt durch und stellt die Thesen der unterschiedlichsten Wissenschaftler, Psychologen und anderen inspirierenden Persönlichkeiten zur Diskussion. Auf diese Weise erfährt der Leser etwa, wie man Gedankensümpfe umschifft, positiven Gedanken ein größeres Gewicht verleiht, eine Balance zwischen Verstand und Gefühl herstellt und sich im Alltag kleine „Ruheoasen“ schafft.

„Kreativität wird erst zur Lebensform, wenn wir nicht aufhören darüber nachzudenken, welchen Sinn unsere Arbeit hat, welche Richtung wir einschlagen wollen und wie wir die Welt besser hinterlassen. Die gute Botschaft dieser tiefgründigen Fragen bestehen darin, dass wir jederzeit die Möglichkeit haben, die Richtung zu ändern und damit zu beginnen, anders zu leben und zu arbeiten.“

Wer schon länger seiner Kreativität auf die Sprünge helfen wollte, sich für psychologische Vorgänge interessiert oder einfach ein inspirierendes und nachdenklich stimmendes Buch lesen möchte, das unsere moderne Arbeitswelt genauer unter die Lupe nimmt: Hier ist es. Lesenswert, kurzweilig und eine schöne Anregung für alle, die sich in irgendeiner Form selbst als kreative Menschen betrachten.

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  • Was für ein inspirierender #Instawalk vorhin im Deutschen Historischen Museum. Hier ist jetzt eine Ausstellung zur Russischen Revolution 1917 angelaufen. Ein paar ausgewählte Blogger/Instagrammer/ Twitterer ..whatever..durften heute an einer exklusiven Kuratorenführung teilnehmen. Danke für die Einladung, @dhmberlin, hat Spaß gemacht! :) .
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  • #Charlottenburg hat einfach die schönsten Kinos. Hier war ich gestern im altehrwürdigen #CinemaParis, das sich in seinem Programm vor allem auf französischen #Arthouse konzentriert. Ich hab mir Hanekes neuen Film "Happy End" angesehen... Schwer verdaulich, bedrückend, also definitiv ein Film, der nachwirkt. Mehr dazu bald im Blog.
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  • Hände hoch: Wer beobachtet auch gerne Menschen? ✋ 😉 Vicki Baum hat genau dies für ihren Roman #MenschenimHotel gemacht und beschreibt, welche Persönlichkeiten in einem mondänen Hotel im Berlin der 1920er Jahre aufeinandertreffen. Unterhaltsam, pointiert, humorvoll, aber auch mit Tiefgang erweckt Baums Roman auch heute noch die ganz besondere Atmosphäre der "Goldenen Zwanziger" zum Leben. Meine Rezension lest Ihr im Blog -> #linkinbio
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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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