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Unterwegs in Prag: Meine persönlichen Highlights

Unterwegs in Prag: Meine persönlichen Highlights

Prag stand schon so lange auf meiner Liste, jetzt habe ich meinen Traum endlich wahr gemacht! In der letzten Woche war ich für 3 Tage unterwegs in Prag und habe die Stadt zu Fuß mit meiner Kamera erkundet. Viel Kunst & Kultur, schöne Bauwerke und authentische Viertel, die sich zu entdecken lohnen – ich weiß gar nicht, womit ich zuerst anfangen soll. In diesem Beitrag möchte ich meine schönsten Reise-Erlebnisse mit Euch teilen. Folgt mir 🙂

Unterwegs in Prag: Kultur & Sightseeing

Prag ist eine richtige Kultur-Stadt, keine Frage. Eigentlich verwunderlich, dass ich es nicht schon viel früher dorthin geschafft habe, denn von Berlin aus erreicht man die „goldene Stadt“ in gerade mal in 4 Stunden. Wie andere Touristen fing ich natürlich beim Erkunden auch mit den bekanntesten Sehenswürdigkeiten an: der altwürdigen Prager Burg, der astronomischen Uhr am Rathaus, dem Altstädter Ring und dem Wenzelsplatz. Alles eindrucksvoll – doch leider sind all diese Orte hoffnungslos überfüllt mit Menschenmassen, hektischen Reise-Guides mit Regenschirmen und wildgewordenen Junggesellen, die nochmal ordentlich feiern wollen, bevor „alles zu spät ist“ 😉 Schade drum, einige Freunde und Familienmitglieder hatten mich ja schon gewarnt – aber manchmal muss man die Dinge mit eigenen Augen sehen. Mal abgesehen davon sind all diese Orte natürlich definitiv sehenswert – doch ich würde sie gerne nochmal in Ruhe ansehen. Vielleicht muss man dafür ja wirklich früh aufstehen, wie es viele ja für die Karlsbrücke empfehlen, die wohl nur morgens um 5 Uhr wirklich menschenleer ist. Naja, ein andermal 😉

Hier dennoch ein paar fotografische Eindrücke vom Prager Zentrum:

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Prag: Ein Paradies für Jugendstil-Liebhaber

Ihr liebt die detailreichen Fassaden im Stil des Art Nouveau? Dann wird es Euch in Prag so ergehen wie mir: Während meiner fast 3-tägigen Reise konnte ich mich von den prächtigen Jugendstil-Häusern kaum losreißen. Prag ist eine Stadt, in der man sich eine Nackenstarre holen kann: Einfach, weil es viel zu schade wäre, den Blick nicht nach oben zu richten. Ich will gar nicht wissen, wie viele Fotos von verschnörkelten Eingangspforten, romantischen Blumendekors an Balkonen oder zauberhaften Ranken-Motiven sich insgesamt auf meiner Kamera befinden. Es sind viele! Besonders verliebt habe ich mich ja in das historische Jugendstil-Kino Lucerna. Ein Traum! Den Kinosaal hätte ich ja gerne mal gesehen…

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Unterwegs in Prag abseits der Touristen-Pfade: Ein paar Tipps

Nach meinem ersten Tag hatte ich wie gesagt die bekanntesten Sehenswürdigkeiten gesehen und das trubelige Zentrum war mir auf Dauer einfach zu anstrengend. Also, auf in die etwas weniger belebten Stadtviertel! Erstaunlicherweise muss man dafür überhaupt gar nicht weit von Hotspots wie der Karlsbrücke wegbewegen. Einfach mal bewusst abbiegen und durch verschlungene Altstadtgässchen schlendern. Dort ist es schön ruhig.

Streetart in der Prager Altstadt

Streetart in der Prager Altstadt

Wunderbar entspannen lässt es sich außerdem beispielsweise auf einer der vielen in der Moldau gelegenen Inseln. Besonders angetan hat es mir die kleine Insel Střelecký ostrov, die sich direkt an der Most Legii (Brücke der Legionen) befindet. Es fährt sogar ein kleiner Fahrstuhl hinunter. Hier gibt es nicht nur einen kleinen Sandstrand mit Blick auf die Karlsbrücke, auch könnt Ihr auf den zahlreichen Bänken oder auf der Wiese picknicken, Eure Füße ausruhen oder die vorbeifahrenden Dampfer und Tretboote beobachten. Die perfekte Ruheoase für gestresste Städte-Urlauber!

Insel Střelecký ostrov

Insel Střelecký ostrov

Bereut habe ich auch nicht meinen Spaziergang durch die Viertel Žižkov und Vinohrady, in denen Ihr nicht nur prachtvolle Jugendstil-Häuser, sondern auch das ganz normale Prager Leben entdecken könnt. Touristen findet man hier erstaunlich wenige: Es zeigt einmal mehr, dass sich anscheinend wohl wirklich die wenigsten aus dem Radius von Rathaus-Karlsbrücke-Synagoge hinausbewegen. Zu Beginn der Straße Vinohrady geht es noch recht stylisch zu: Wie in Berlin-Prenzlauer Berg reihen sich schicke Einrichtungsgeschäfte, Blumenläden und urige Kneipen aneinander. Sogar einen „Hipster-Friseur“ hab ich gefunden.

Prag-Vinohrady

Prag-Vinohrady

blumen-vinohrady prag-hipster

Žižkov merkt man den ehemaligen Status als Arbeiterviertel an: Einfachere Miethäuser, Kneipen und „normale Läden“ für den täglichen Bedarf sind hier zu finden. Im Osten des Viertels befindet sich der Neue jüdische Friedhof (Nový židovský hřbitov), auf dem sich u.a. die Gräber von bekannten Persönlichkeiten wie Franz Kafka und Max Brod befinden. Er ist im Gegensatz zum Alten jüdischen Friedhof in der Innenstadt nicht im Geringsten überlaufen, kann gratis besucht werden und ist allein schon wegen der verwunschenen Parkanlage echt sehenswert. Definitiv ein kleiner Geheimtipp in Prag!

Verwunschen und nicht nur für kulturintessierte Menschen ein toller Geheimtipp in Prag: Der Neue jüdische Friedhof in Prag

Verwunschen und nicht nur für kulturintessierte Menschen ein toller Geheimtipp in Prag: Der Neue jüdische Friedhof in Prag

Prag ist zwar insgesamt keine teure Stadt, dennoch lohnt es sich, die Restaurants und Cafés abseits der touristischen Altstadt zu besuchen. Meine Unterkunft befand sich in der Nähe der Metrostation Hradčanská. Von dort ist es zwar nicht weit zur Prager Burg, dennoch wirkte das Quartier auf mich sehr bodenständig. In den zahlreichen kleinen Seitenstraßen rund um den U-Bahnhof befinden sich zahlreiche gemütliche Cafés und urige Gasthäuser, in denen man gut und günstig essen und trinken kann. Für einen großen (!) Teller Gulasch mit Knödeln plus einen großer Cider hab ich insgesamt nur rund 8 Euro bezahlt! In kleinen Bistros wie dem Café Záhorský könnt Ihr Euch morgens mit einem deftigen tschechischen Frühstück, süßen Blaubeer-Pancakes oder leckeren Croissants stärken und dabei in den ganz authentischen Alltag der Prager Einheimischen eintauchen.

Hier trifft man auf Einheimische, Studenten und Backpacker: Café Záhorský in Prag

Hier trifft man auf Einheimische, Studenten und Backpacker: Café Záhorský in Prag

Meine Füße brauchen nach diesem Städtetrip eine Pause und auch die zahlreichen visuellen Eindrücke muss ich definitiv noch sacken lassen. Wart Ihr schon mal in Prag? Was waren Euren persönlichen Highlights? Ich freue mich über Eure Tipps. Denn auch ich war sicher nicht zum letzten Mal in dieser wunderschönen Stadt.

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  • Was für ein inspirierender #Instawalk vorhin im Deutschen Historischen Museum. Hier ist jetzt eine Ausstellung zur Russischen Revolution 1917 angelaufen. Ein paar ausgewählte Blogger/Instagrammer/ Twitterer ..whatever..durften heute an einer exklusiven Kuratorenführung teilnehmen. Danke für die Einladung, @dhmberlin, hat Spaß gemacht! :) .
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  • #Charlottenburg hat einfach die schönsten Kinos. Hier war ich gestern im altehrwürdigen #CinemaParis, das sich in seinem Programm vor allem auf französischen #Arthouse konzentriert. Ich hab mir Hanekes neuen Film "Happy End" angesehen... Schwer verdaulich, bedrückend, also definitiv ein Film, der nachwirkt. Mehr dazu bald im Blog.
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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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