Kunst & Fotografie Unterwegs

Auf Reisen: Hopp Schwiiz! (3)

Bei diesem Regenwetter und überaus unfrühlingshaften Temperaturen kann man ja eigentlich nur eines machen: sich nochmal in die Bergidylle der Schweiz träumen und die Fotoserie fortsetzen. Viel Spaß! Folgen Sie mir bitte unauffällig!

Wie bereits letztes Mal erwähnt, gehörte natürlich eine echte Bergwanderung unbedingt zu einer Reise in die Schweiz dazu. Da wir glücklicherweise auch so tolle Gutscheine für verschiedene Seilbahnen auf Appenzeller Berge hatten, nahmen wir diese natürlich gerne in Anspruch. Normalerweise sind die nämlich schon sehr teuer (dafür kann man schon mal ca. 20-25 Euro pro Person bezahlen..Schweizer Preise halt ;)). Zuerst machten wir uns auf zur Ebenalp:

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Eine beeindruckend kurze, rucklige, aber auch unglaublich steile Fahrt folgte. Nach nicht mal 6 Minuten waren wir oben.

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Wie man schon erahnen kann, war es auf der Bergspitze sehr neblig und kalt (siehe Schneereste), sodass wir uns nach kurzer Zeit wieder zum Abstieg bereit machten. Wie sagt man so schön…der Weg ist das Ziel. Dieser war sehr fordernd, da die Wanderpfade zum Teil sehr holprig und durch den Regen auch rutschig waren. Vor allem wenn man nicht ständig wandert…ich hatte jedenfalls die nächsten 4 Tage noch Muskelkater in den Waden. 😉 Es begann stärker an zu regnen und ich wickelte mir, da ich keine Regenjacke bei hatte, meinen Schal um den Kopf. Mir war in diesem Moment überhaupt nicht bewusst, dass ich vermutlich wie eine wandernde Marktfrau ausgesehen haben muss..das erklärt zumindest die seltsamen Blicke, die mir entgegenwandernde Leute bei jedem “Grüezi mitenand!” zuwarfen. (und nein, von diesem Marktschreierinnen-Outfit gibts keine Fotos..zumindest werden die nicht gebloggt ;))

Beeindruckend fand ich auch das Gasthaus “Aescher Wildkirchli”, das in einen Berg eingebaut ist:

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Unten angekommen liefen wir noch zum Seealpsee. Dort genehmigten wir uns im Gasthof leckere Nuss-Gipfeli (warum gibts die nicht in Deutschland? Wahnsinnig gut!), heiße Schoggi und Ovomaltine.

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Selbst nach dieser Wanderung hatten wir noch nicht genug. Denn gar nicht weit entfernt lag der Berg “Hoher Kasten”, zu dem rein zufällig auch eine Bergbahn fuhr, die in unserer Appenzeller Ferienkarte mit drin war. Hier nahmen wir uns allerdings vor, sowohl hinauf als auch hinunter zu fahren.

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Der Hohe Kasten ist mit 1794 m Höhe sicher höher, als die Berge, die ich sonst so kenne. Wenn eine Wolke kam, befand man sich manchmal quasi mittendrin. Von Wolken umhüllt sozusagen. Seltsames Gefühl 😉

Einen anderen wichtigen Aspekt möchte ich keineswegs in meinem Reisebericht außer Acht lassen: die beachtliche Trinkkultur, die im Appenzell gepflegt wird! Denn neben vielen außergewöhnlichen Bieren (“Vollmondbier”, “Hanfbier”…) gibt es auch den Appenzeller Alpenbitter, auf den die Einheimischen unverkennbar sehr stolz sind. Wie der Name schon ahnen lässt, wird er aus zahlreichen Kräutern (42!) hergestellt – und viel wichtiger: Wird er einem von Einheimischen angeboten…wehe, man lehnt ab! Dies mussten wir am letzten Abend feststellen, als uns unser Pensionswirt in sein uriges Wohnzimmer zu einem Abschiedsschnäpschen einlud. Es blieb natürlich nicht bei einem..denn er beherrschte die Überredungskunst und alle Tricks und Kniffe (a la “Ich gieß dir nur ein halbes Glas ein…huch, da war es auf einmal voll.”)..jaja, die Appenzeller haben es faustdick hinter den Ohren. 😉

Viel Lutz, wenig Kaffee..der berüchtigte “Kafi Lutz”

Wir lernten an diesem Abend auch ein anderes interessantes Getränk kennen, den sog. “Kafi Lutz”. Woher dieser Name stammt, ist nicht ganz geklärt. Manche sagen, es heißt “Luz” wegen der Stadt Luzern. Ich finde die Vorstellung aber irgendwie schöner, dass irgendwann mal ein älterer Schweizer Herr namens Lutz dieses Getränk erfunden hat. Woraus es besteht..nunja..anders als erwartet, bestand es aus sehr viel Lutz, aber aus wenig Kaffee. Kaffee mit Schuss ist da gar nichts gegen. Es gab ihn wahlweise mit Pflaumen- oder mit Birnenschnaps. Schon nicht schlecht, aber wie zu erwarten, hatte der es auch in sich. Und unser Gastgeber war wirklich hartnäckig, seinen Kaffee Lutz unter die Leute zu bringen… Die Aussprüche “Na, hast du gestern zu viel gelutzt?” bzw. “Du siehst aber ganz schön durchgelutzt aus!” wurden am nächsten Morgen des Öfteren geäußert und werden innerhalb meiner Familie sicherlich zu geflügelten Worten werden…

So, damit endet mein Reisebericht auch schon wieder. Ich hoffe, ich habe alle kulturellen und kulinarischen Aspekte des schönen Appenzells fürs Erste abgedeckt und ihr habt jetzt auch alle Lust, der schönen Schweiz mal einen Besuch abzustatten 😉 Ich habe, wie man den Fotos sicher ablesen konnte, jedenfalls ein schönes Wochenende dort verbracht. Einige der zahlreichen Leckereien habe ich nach Deutschland importiert. Diese werden in nächster Zeit meinen Jenaer Alltag versüßen.

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  • Von wegen: ein kleines bisschen Landleben gibt es auch in Marzahn ( dass ja ansonsten eher für Plattenbauten bekannt ist). Hier kann man sogar noch den alten Dorfkern von Alt-Marzahn besichtigen. Schöne Entdeckung, auch für mich als Berlinerin - und Traumwetter dazu :)
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