Literatur Rezensionen

Literatur in 300 Wörtern (20): Vladimir Nabokov – Maschenka

Der russisch-amerikanische Schriftsteller Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov - MaschenkaInhalt von Nabokovs Maschenka in 3 Sätzen

Berlin, 1920er Jahre – in einer kleinen heruntergekommenen Pension haben sich sechs russische Emigranten mehr oder weniger eingerichtet und mit den ganz normalen Exilanten-Sorgen zu kämpfen. Einer von ihnen, Lev Ganin, erfährt durch einen Zufall, dass seine Jugendliebe Maschenka in wenigen Tagen mit dem Zug in Berlin ankommen wird. In alten Zeiten schwelgend beginnt er schon bald, die längst vergangene Liebelei in seiner Erinnerung erneut zum Leben zu erwecken.

Mein Lieblingszitat aus Vladimir Nabokovs Maschenka

 „Es war gegen drei Uhr morgens, die Stadtbahnzüge fuhren nicht mehr, und das Haus schien endlich haltgemacht zu haben. […] ‚Maschenka‘, sagte Ganin noch einmal, und er versuchte, in diese drei Silben alle Musik hineinzulegen, die früher darin mitgeklungen hatte: den Wind, das Summen der Telegraphenmasten, die Glückseligkeit und noch einen weiteren, geheimen Ton, der diesem Wort erst richtig Leben gab. Er lag auf dem Rücken und lauschte seiner Vergangenheit nach.“

Der Roman Maschenka von Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokovs Debütroman “Maschenka” zeigt bereits ein großes Maß der Sprachgewalt, mit der auch seine späteren Erzählwerke wie „Lolita“ zu überzeugen wissen. Mit einer beachtlichen Beobachtungsgabe und viel Feingefühl für die kleinen Nuancen schildert er eine zarte, längst in der Vergangenheit liegende Liebesgeschichte, die aber in der Erinnerung seine mächtige Kraft erneut entfalten kann. Darüber hinaus gibt Nabokovs Roman jedoch auch Einblicke in den Alltag russischer Exilanten, für die Berlin oft nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu ihren Sehnsuchtsorten darstellt. Die Vergangenheit ist ein wohlig-warmer, vielleicht auch allzu leicht zu verklärender Ort, an den man nicht zurückkehren kann. Was vergangen ist, ist vergangen. Seinen Blick in die Gegenwart zu richten, im Hier und Jetzt zu leben und seine Energie in das jetzige Leben zu stecken. Denn diese kluge Lebensweisheit gibt Nabokov seinen Protagonisten und letztendlich auch seinen Lesern mit auf den Weg

Für wen ist Maschenka von Vladimir Nabokov geeignet?

Dieser Roman ist für Leser, die sich für nachdenkliche und sprachlich herausragende Literatur interessieren. Vladimir Nabokov ist ein Meister darin, den Leser sofort in das Romangeschehen zu ziehen. Vor allem sein dem filmischen Schreiben sehr naheliegender bilderreicher Erzählstil verstärkt diese Wirkung zusätzlich. Kurzum: eine wunderbar nostalgisch angehauchte Lektüre und leider sind die 170 Seiten viel zu schnell durchgelesen.

Ihr möchtet einen weiteren frühen Roman von Nabokov lesen? Ich kann Euch außerdem noch seine dramatische Dreiecksgeschichte Verzweiflung empfehlen.

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  • Let's go back to Iceland! Bei der ganzen Aufregung rund um das Coronavirus tut ein kleiner Rückblick auf vergangene schöne Reisen echt gut. Tolle Idee von  @isipeazy, unter dem Hashtag #quarantänereisen von Reiseerlebnissen zu berichten. Denn niemand weiß, wann es möglich sein wird, wieder uneingeschränkt auf Reisen zu gehen...das wird auch mir immer mehr schmerzlich bewusst.😯 Solange können wir Reiseliebhaber doch in der Quarantäne bei Laune halten 👍

Aber zurück zu Island: Hier war ich im deutschen Hitzesommer 2018 mit Jeep & Dachzelt unterwegs. Was für ein Abenteuer! 😁 (denn ausgerechnet in diesem Jahr erlebte Island den kältesten Sommer seit langem 🥶). Doch wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen. Es ging einmal rum um die Insel, mit kleineren Abstechern zu den Westfjorden (nichts für Reisekranke 🙄 aber dennoch wahnsinnig schön) und in den wilden Osten Islands.
Für mich war das definitiv eine der aufregendsten und verrücktesten Reisen seit langem, bei der ich unvergessliche Erfahrungen gemacht habe und zugleich mich teilweise auch aus meiner Komfortzone bewegt habe (Stichwort Wetter 😅) Aber sind das nicht die besten Reisen? Ich würde es jederzeit wieder tun! 🚙🇮🇸 #reisen #gotravel #corona #quarantäne #travelgram #latergram #iceland #roadtrip #island #ontheroad #reisegeschichten #reisesehnsucht #fernweh
  • Malen im Museum ausdrücklich erlaubt - das ließ ich mir im japanischen Museum @mangghamuseum in Krakau nicht zweimal sagen.
Mehr über meinen Kulturtrip nach Polen, lest ihr im Blog 😎 #linkinbio
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  • Mein Posen-Reisebericht ist fertig! Die gemütliche Stadt im Westen Polens hat mir sehr gut gefallen. Ob trendige Cafés, Kunst & Kultur oder Naherholung - es lohnt sich, hierhin zu reisen. Mehr über meine Erlebnisse könnt ihr jetzt im Blog nachlesen. #linkinbio

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  • Ich war erst wenige Stunden in Kraków und dann habe ich gleich so ein Traum-Café gefunden: urige Ohrensessel, leckeren Kuchen und Kaffee... Und Bücherregale überall. ❤️ Das @massolitbooks ist eine echte Empfehlung für jeden Büchernerd. Das Stöbern (viele englischsprachige Literatur), Tagträumen und sogar (in meinem Fall) warten auf den Liebsten macht hier richtig Freude. Also, wenn ihr mal in Kraków seid, unbedingt vorbeischauen. Ein paar Häuser weiter ist dann noch die dazugehörige Bäckerei @massolitbakery 🍰🥐
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Das Gemälde stammt aus dem Nationalmuseum von Poznan.
Meine Reise durch Polen hat mir wieder mal gezeigt, dass dieses wunderbare und vielfältige (Nachbar)Land einfach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie es verdient hätte. Werde hier und vielleicht auch im Blog bald mehr darüber berichten ✏️📸
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  • Schon wieder Zeit für 'nen Jahresrückblick? 🙄 Das Jahr 2019 ist wirklich im Nu vergangen und so gut wie vorbei. Mit all seinen Höhen und Tiefen.
Hier also meine Insta-Highlights - komprimiert in 9 Fotos: Mein Jahr war voller Bücher, schönen Reisen (u.a. nach Athen und Schottland), spannender Architektur und aufregenden Kunstausstellungen und -events. Weiter so! Bin gespannt, was 2020 bringt. 🎉
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  • Wo ich derzeit am meisten lese? In der Berliner U-Bahn. Gedanklich bin dann in Paris.. Denn mittlerweile bin ich mit dem zweiten Band der "Subutex-Trilogie" von Virginie Despentes fast durch.
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