Film

The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben (2014)

1939. Kurz nach Ausbruch des Krieges bewirbt sich das Mathematik-Genie Alan Turing bei einem staatlichen Entschlüsselungsprojekt, das den Nazi-Geheimcode „Enigma“ dechiffrieren möchte. Auch wenn der autistische Turing durch seine Arroganz und mangelhafte Kollegialität im Team zunächst aneckt, lassen sich mithilfe einer von ihm entwickelten Maschine und der tatkräftigen Unterstützung der intelligenten Joan Clarke (Keira Knightley) schon bald Erfolge erzielen. Das Ziel, die geheimen Funksprüche Nazi-Deutschlands lesen zu können, rückt immer näher.

Das Biopic des britischen Ausnahmetalents Alan Turing wird mithilfe drei eng ineinander greifender Handlungsstränge erzählt. Der Fokus rückt dabei zwischendurch immer wieder in die Jugendzeit, die den kauzigen Außenseiter ebenso zeigt, wie seine erstmals aufkeimende Homosexualität. Diese wird Alan Turing im Jahre 1952 zum Verhängnis, da gleichgeschlechtliche Beziehungen juristisch verurteilt werden bzw. er einer Hormonbehandlung unterzogen wird, die seine „Krankheit“ heilen soll, stattdessen seinen außergewöhnlichen Intellekt aber immer mehr zu zerlegen beginnt. Ein Jahr später nimmt sich Turing das Leben.

„The Imitation Game“ hangelt sich an vermeintlichen historischen Fakten entlang und schafft es hierbei eine spannende und mitreißende Geschichte zu erzählen. Sicher wurden – zugunsten der Dramatik – an der einen oder anderen Stelle die geschichtlichen Umstände ein wenig zurechtgebogen. Dies führt zwar dazu, dass nicht immer die Authentizität gewahrt bleibt, dennoch ein unterhaltsamer Politthriller entsteht, der den Zuschauer über seine Lauflänge von 114 Minuten in seinen Bann zieht. Benedict Cumberbatch spielt den genialen Kryptoanalytiker – wie in seiner Vorgängerrolle als Sherlock in der gleichnamigen TV-Serie – mit einer gehörigen Portion Charme eines Sonderlings, den man trotz seiner Eigenheiten und abweisend-autistischen Art lieb gewinnt.

Abgesehen davon, dass der Film – was man ihm durchaus vorwerfen könnte – kritische Momente wie die zweifelhaften Behandlungsmethoden gegen Homosexualität nur am Rande thematisiert, handelt es sich bei „The Imitation Game“ in jedem Fall um eine nachträgliche Würdigung eines großen Mannes, der u.a. für die Informatik und die Entwicklung von Computern wegweisend war. Die merkwürdigen und eigenbrötlerischen Außenseiter, die von denen man es am wenigsten erwartet, sind letztendlich die Genies, die die Gesellschaft voranbringen. Mit dieser tröstlichen Botschaft entlässt der Film den Zuschauer positiv gestimmt in den Abend. Solides Biopic, nicht wahnsinnig tiefgründig, aber dennoch erzähltechnisch einwandfreies Popcorn-Kino – man darf gespannt sein, wie viele Preise der Film bei der Oscar-Verleihung abräumen wird.

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    2 KOMMENTARE

  • […] 1939. Kurz nach Ausbruch des Krieges bewirbt sich das Mathematik-Genie Alan Turing bei einem staatlichen Entschlüsselungsprojekt, das den Geheimcode der Nazis „Enigma“ dechiffrieren möchte.”The Imitation Game” erzählt eine mitreißende Geschichte eines Außenseiters, der erst nach seinem Tod für seine Leistungen geehrt wurde. Meine Rezension gibt es jetzt im Farbfilmblog zu lesen! […]

  • franziska-t 15. Februar 2015 Reply

    Mir hat THE IMITATION GAME sehr gut gefallen. Benedict Cumberbatch war völlig zu Recht für einen Oscar nominiert. Diese Mischung aus Sheldon Cooper und Sherlock ist einfach herrlich anzusehen.

    Hier meine Rezension: https://filmkompass.wordpress.com/2015/01/30/the-imitation-game-2014/

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  • Let's go back to Iceland! Bei der ganzen Aufregung rund um das Coronavirus tut ein kleiner Rückblick auf vergangene schöne Reisen echt gut. Tolle Idee von  @isipeazy, unter dem Hashtag #quarantänereisen von Reiseerlebnissen zu berichten. Denn niemand weiß, wann es möglich sein wird, wieder uneingeschränkt auf Reisen zu gehen...das wird auch mir immer mehr schmerzlich bewusst.😯 Solange können wir Reiseliebhaber doch in der Quarantäne bei Laune halten 👍

Aber zurück zu Island: Hier war ich im deutschen Hitzesommer 2018 mit Jeep & Dachzelt unterwegs. Was für ein Abenteuer! 😁 (denn ausgerechnet in diesem Jahr erlebte Island den kältesten Sommer seit langem 🥶). Doch wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen. Es ging einmal rum um die Insel, mit kleineren Abstechern zu den Westfjorden (nichts für Reisekranke 🙄 aber dennoch wahnsinnig schön) und in den wilden Osten Islands.
Für mich war das definitiv eine der aufregendsten und verrücktesten Reisen seit langem, bei der ich unvergessliche Erfahrungen gemacht habe und zugleich mich teilweise auch aus meiner Komfortzone bewegt habe (Stichwort Wetter 😅) Aber sind das nicht die besten Reisen? Ich würde es jederzeit wieder tun! 🚙🇮🇸 #reisen #gotravel #corona #quarantäne #travelgram #latergram #iceland #roadtrip #island #ontheroad #reisegeschichten #reisesehnsucht #fernweh
  • Malen im Museum ausdrücklich erlaubt - das ließ ich mir im japanischen Museum @mangghamuseum in Krakau nicht zweimal sagen.
Mehr über meinen Kulturtrip nach Polen, lest ihr im Blog 😎 #linkinbio
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  • Mein Posen-Reisebericht ist fertig! Die gemütliche Stadt im Westen Polens hat mir sehr gut gefallen. Ob trendige Cafés, Kunst & Kultur oder Naherholung - es lohnt sich, hierhin zu reisen. Mehr über meine Erlebnisse könnt ihr jetzt im Blog nachlesen. #linkinbio

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  • Ich war erst wenige Stunden in Kraków und dann habe ich gleich so ein Traum-Café gefunden: urige Ohrensessel, leckeren Kuchen und Kaffee... Und Bücherregale überall. ❤️ Das @massolitbooks ist eine echte Empfehlung für jeden Büchernerd. Das Stöbern (viele englischsprachige Literatur), Tagträumen und sogar (in meinem Fall) warten auf den Liebsten macht hier richtig Freude. Also, wenn ihr mal in Kraków seid, unbedingt vorbeischauen. Ein paar Häuser weiter ist dann noch die dazugehörige Bäckerei @massolitbakery 🍰🥐
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  • So schön bunt hier 🤓😊 Der Marktplatz ist definitiv einer der schönsten Orte in Breslau. Toll war auch die Stimmung zur großen offiziellen Silvesterfeier #wroclawrespect, die mit einem imposanten Feuerwerk über der Altstadt endete. 🎉
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  • Welcome to the Roaring Twenties! Ich wünsche Euch allen ein frohes Neues. Selbst habe ich die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um Kunst, Kultur und Stadtleben in Krakau, Breslau und Posen zu genießen. 🏰🎨🎭
Das Gemälde stammt aus dem Nationalmuseum von Poznan.
Meine Reise durch Polen hat mir wieder mal gezeigt, dass dieses wunderbare und vielfältige (Nachbar)Land einfach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie es verdient hätte. Werde hier und vielleicht auch im Blog bald mehr darüber berichten ✏️📸
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  • Schon wieder Zeit für 'nen Jahresrückblick? 🙄 Das Jahr 2019 ist wirklich im Nu vergangen und so gut wie vorbei. Mit all seinen Höhen und Tiefen.
Hier also meine Insta-Highlights - komprimiert in 9 Fotos: Mein Jahr war voller Bücher, schönen Reisen (u.a. nach Athen und Schottland), spannender Architektur und aufregenden Kunstausstellungen und -events. Weiter so! Bin gespannt, was 2020 bringt. 🎉
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  • Wo ich derzeit am meisten lese? In der Berliner U-Bahn. Gedanklich bin dann in Paris.. Denn mittlerweile bin ich mit dem zweiten Band der "Subutex-Trilogie" von Virginie Despentes fast durch.
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