Film

The Revenant – Der Rückkehrer (2015)

The Revenant - Der Rückkehrer

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu (Amores Perros, Babel, Biutiful) hat es wieder mal bewiesen: seine Spezialität düstere, bildgewaltige und berührende Filme zu machen, die einen nicht so leicht wieder loslassen. Auch sein neues Machwerk „The Revenant“ überzeugt durch atemberaubende Bilder und eine sehr intensive Überlebensgeschichte, in der Leonardo DiCaprio die Hauptrolle spielt.

Die Geschichte dieses überzeugend gespielten Überlebensdramas spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. DiCaprio verkörpert den Trapper Hugh Glass, der gemeinsam mit seiner Expeditionsgruppe durch die lebensunwürdigen Sumpf-, Eis- und Waldlandschaften der Rocky Mountains zieht. Nach einem grausamen Überfall durch eine verfeindete Indianergruppe hat seine Mannschaft nicht nur viele Verluste zu beklagen, auch wird Glass auch noch von einer Grizzlybärin angegriffen und erleidet dabei lebensgefährliche Verletzungen. Allerdings: es muss weiter gehen! Trotz seines miserablen Zustands schleppen ihn seine Männer weiter durch die gefährliche Wildnis. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Dem grausamen Truppenanführer John Fitzgerald (Tom Hardy) ist es ein Dorn im Auge, den verletzten Glass weiter mitzuschleppen und dabei wertvolle Zeit zu verlieren. Nachdem er Glass‘ Sohn getötet hat, lässt er auch Glass im Stich – und überlässt ihn seinem Schicksal. Für Glass beginnt ein bitterer Kampf um Leben und Tod. Sein Antrieb: auf Gedeih und Verderb am Leben zu bleiben und Rache an Fitzgerald zu üben.

„The Revenant“ ist kein Film für schwache Nerven, denn diese werden über die ganze Laufzeit von 156 Minuten immer wieder auf’s Äußerste strapaziert. Leonardo im Schlamm, in unwirtlichen Eislandschaften – dem Kältetod nahe, ächzend und stöhnend von seinen blutenden Wunden, die er gleich zu Beginn durch den Angriff der Bärin erleidet. Die Kamera ist die ganze Zeit hautnah dabei und lässt den Zuschauer mitfühlen- und -leiden. Zuweilen ist sie so nah dran am Geschehen, dass die Linse sogar den einen oder anderen Blutspritzer abbekommt!
Mehr als einmal wirkt die dargestellte Situation auf der Leinwand völlig aussichtslos – und doch wendet sich unerwartet erneut das Blatt.  Trotz seiner recht langen Spielzeit bleibt der Film durchweg spannend. Das Rachemotiv bleibt den ganzen Film über das treibende Element der Story. Wird es Glass trotz seines desolaten Zustands noch schaffen, den Tod seines Sohnes zu rächen?

Neben der Rache spielt die Natur eine weitere dominierende Rolle. Glass kämpft nicht nur gegen seinen Gegenspieler Fitzgerald, viel stärker ist noch das Element des Kampfes gegen die Natur. Extreme Kälte, Schneestürme, Wasserfälle, Sümpfe – die an sich traumhaft schöne unberührte Natur ist eine weitere Gegenspielerin in diesem bildgewaltigen Film. Gerade diese Bilder sind es, die dem Film zu seiner enormen Sogwirkung verhelfen. Allein schon wegen der beeindruckenden Landschaftsaufnahmen sollte man diesen Film unbedingt auf einer großen Kinoleinwand sehen. Auch der gelungene Soundtrack verhilft dem Film zu seiner emotionalen Wirkung auf den Zuschauer. Die ausufernden Gewaltdarstellungen und die kräftezehrenden Erlebnisse, die auf der Leinwand gezeigt werden: oft möchte man am liebsten weggucken. Und doch ist man zu tief im Geschehen gefangen, leidet mit dem Protagonisten und  verfolgt gebannt seinen unerbittlichen Kampf um sein Leben.

Am Ende dieses sehr intensiven und kräftezehrenden Kinobesuchs, trat ich dann doch sehr benommen wieder aus dem Kino in die Berliner Nacht hinaus. Uff. An Schlafen war jetzt eigentlich wenig zu denken. Das war echt mal wieder so richtig ein Film, den ich in die Kategorie „Schlag-in-die-Magengrube-Film“ einsortieren würde. Also, wenn Leonardo dafür jetzt keinen Oscar mit nach Hause nimmt, dann weiß ich auch nicht, was er noch spielen muss, um die Jury von seinen Fähigkeiten zu überzeugen…

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  • Die kleinen Dinge und eigenen Interessen schätzen zu lernen...
Hätte ich auch nicht gedacht, dass das 2020 ganz oben auf der Agenda stehen würde. So bin ich gerade froh, dass ich zum Glück einige eher introvertierte Hobbies pflege. Auf Konzerte, Kunstgalerien, Museen, Theater, Oper, Ballett, Lesungen, Reisen etc. freue ich mich dennoch riesig - wenn wir das hoffentlich alles mal hinter uns gelassen haben... 🙌
Wie holt ihr euch in diesen Zeiten Kunst & Kultur in Eure eigenen vier Wände?
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  • Let's go back to Iceland! Bei der ganzen Aufregung rund um das Coronavirus tut ein kleiner Rückblick auf vergangene schöne Reisen echt gut. Tolle Idee von  @isipeazy, unter dem Hashtag #quarantänereisen von Reiseerlebnissen zu berichten. Denn niemand weiß, wann es möglich sein wird, wieder uneingeschränkt auf Reisen zu gehen...das wird auch mir immer mehr schmerzlich bewusst.😯 Solange können wir Reiseliebhaber doch in der Quarantäne bei Laune halten 👍

Aber zurück zu Island: Hier war ich im deutschen Hitzesommer 2018 mit Jeep & Dachzelt unterwegs. Was für ein Abenteuer! 😁 (denn ausgerechnet in diesem Jahr erlebte Island den kältesten Sommer seit langem 🥶). Doch wir ließen uns die Stimmung nicht vermiesen. Es ging einmal rum um die Insel, mit kleineren Abstechern zu den Westfjorden (nichts für Reisekranke 🙄 aber dennoch wahnsinnig schön) und in den wilden Osten Islands.
Für mich war das definitiv eine der aufregendsten und verrücktesten Reisen seit langem, bei der ich unvergessliche Erfahrungen gemacht habe und zugleich mich teilweise auch aus meiner Komfortzone bewegt habe (Stichwort Wetter 😅) Aber sind das nicht die besten Reisen? Ich würde es jederzeit wieder tun! 🚙🇮🇸 #reisen #gotravel #corona #quarantäne #travelgram #latergram #iceland #roadtrip #island #ontheroad #reisegeschichten #reisesehnsucht #fernweh
  • Malen im Museum ausdrücklich erlaubt - das ließ ich mir im japanischen Museum @mangghamuseum in Krakau nicht zweimal sagen.
Mehr über meinen Kulturtrip nach Polen, lest ihr im Blog 😎 #linkinbio
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  • Mein Posen-Reisebericht ist fertig! Die gemütliche Stadt im Westen Polens hat mir sehr gut gefallen. Ob trendige Cafés, Kunst & Kultur oder Naherholung - es lohnt sich, hierhin zu reisen. Mehr über meine Erlebnisse könnt ihr jetzt im Blog nachlesen. #linkinbio

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  • Ich war erst wenige Stunden in Kraków und dann habe ich gleich so ein Traum-Café gefunden: urige Ohrensessel, leckeren Kuchen und Kaffee... Und Bücherregale überall. ❤️ Das @massolitbooks ist eine echte Empfehlung für jeden Büchernerd. Das Stöbern (viele englischsprachige Literatur), Tagträumen und sogar (in meinem Fall) warten auf den Liebsten macht hier richtig Freude. Also, wenn ihr mal in Kraków seid, unbedingt vorbeischauen. Ein paar Häuser weiter ist dann noch die dazugehörige Bäckerei @massolitbakery 🍰🥐
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  • So schön bunt hier 🤓😊 Der Marktplatz ist definitiv einer der schönsten Orte in Breslau. Toll war auch die Stimmung zur großen offiziellen Silvesterfeier #wroclawrespect, die mit einem imposanten Feuerwerk über der Altstadt endete. 🎉
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  • Welcome to the Roaring Twenties! Ich wünsche Euch allen ein frohes Neues. Selbst habe ich die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um Kunst, Kultur und Stadtleben in Krakau, Breslau und Posen zu genießen. 🏰🎨🎭
Das Gemälde stammt aus dem Nationalmuseum von Poznan.
Meine Reise durch Polen hat mir wieder mal gezeigt, dass dieses wunderbare und vielfältige (Nachbar)Land einfach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie es verdient hätte. Werde hier und vielleicht auch im Blog bald mehr darüber berichten ✏️📸
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