Literatur Unterwegs

Auf den Spuren von Sherlock Holmes – Escape Berlin

Sherlock Holmes - Escape Berlin

Ich hatte ja schon länger mal Lust, bei so einem Live Escape Game mitzumachen. Mittlerweile gibt es ja in ganz Deutschland verteilt unzählige Anbieter, die das unterhaltsame Echtzeit-Rätselspiel anbieten. Kurz zur Erklärung: Bei einem Live Escape Game betritt man meist in einer kleinen Gruppe von etwa 5 Personen einen vorher präparierten Raum, der nur mittels guter Beobachtungsgabe und detektivischem Gespür wieder verlassen werden kann. In vielen Escape Games geht es darum, den (gut versteckten) Ausgang zu finden und ganz nebenbei einen kniffligen Kriminalfall zu lösen.

Vor ein paar Wochen war es dann endlich soweit. In einem doch eher unscheinbaren Plattenbauviertel in Berlin-Prenzlauer Berg spielte ich mein erstes Live Escape Game. Escape Berlin bietet zwei Spiele an, zum einen Big Bang, das viele Anspielungen auf Serien enthält, zum anderen Sherlock Holmes. Da ich mit Serien ja doch eher wenig am Hut habe, mich aber umso mehr für die Literatur begeistere, entschied ich mich gemeinsam mit vier weiteren lieben Familienmitgliedern das Sherlock Holmes-Game zu spielen.

Zuerst erhalten wir eine kurze Einführung in das Geschehen. Die Story ist schnell erzählt, die Zeit drängt ja auch: Sherlock Holmes ist verschwunden! Und wir sollen uns auf die Spuren des weltberühmten Meisterdetektivs begeben. So finden wir uns kurze Augenblicke später auch schon in seinem äußerst geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer wieder. Ein Sekretär aus dunklem Holz, Glasvitrinen mit Büchern, ein Kamin. Durch die vielen sorgfältig ausgewählten Requisiten fühlen wir uns wirklich sofort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. Es dauert nur kurze Zeit, da haben wir nach einigem Herumsuchen auch schon die ersten Hinweise gefunden. Was hat es mit den rätselhaften Schwarzweißfotos auf sich? Welcher gefundene Schlüssel könnte an anderer Stelle vielleicht nochmal hilfreich sein? Wo könnten noch wertvolle Hinweise versteckt sein? Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, einige Mitspieler zum Escape Game mitzubringen. Denn wie das so ist: Jeder hat seine Stärken – umso besser, wenn jeder diese in das Spiel einbringen kann.

Stellenweise wird es ganz schön knifflig und teilweise ist schon eine ordentliche Portion logisches Denken erforderlich. Wir kommen jedoch gut voran und müssen nur ein paar Mal auf die Tipps der Escape-Room-Macher zurückgreifen. Diese blenden von Zeit zu Zeit auf einem Bildschirm Hinweise ein, die wir dann natürlich sofort beherzigen. Definitiv eine gute Sache 😉 Ohne Hinweise wäre es sicher auch gut schaffbar gewesen, aber so werden wir schließlich sogar noch vor Ende der vorgegebenen Zeit von 60 Minuten fertig. Die Stunde ist wie im Flug vergangen, noch vollgepumpt mit Adrenalin sind wir am Ausgang angekommen. Hat wirklich Spaß gemacht und war eine sehr kurzweilige Unterhaltung. Klar, die Story und die Auflösung hätte vielleicht noch etwas tiefgründiger sein können, aber bei nur 1 Stunde Zeit zum Lösen ist ein solcher Fall vielleicht auch gerade genau richtig. Mich hat es auf jeden Fall gepackt. Ein Live Escape Game spielen…mit einer Handvoll netter Leute mach ich das bestimmt mal wieder.

Habt Ihr schon mal bei einem Live Escape Game mitgemacht? Oder Ihr seid jetzt neugierig geworden, mal eines zu spielen? Hier findet Ihr eine Übersicht von Live Escape Games in ganz Deutschland.

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    9 KOMMENTARE

  • Katja im Kiez 17. September 2016 Reply

    Ach ist ja lustig: Ich war letztens auch mal dort gewesen. Wir haben allerdings das Big Bang Spiel mitgemacht. Aber wie ich das so lese, hätte sich Sherlock wohl auch gelohnt :-).

    • sommerdiebe 17. September 2016 Reply

      Cool 🙂 und, wie war das Big Bang Spiel? Hatte ja etwas Sorge, dass ich die Serien-Anspielungen nicht verstehe.. Bin da echt raus bei sowas. Oder war das Spiel auch ohne Hintergrundwissen gut zu lösen?!
      LG
      Deborah

      • Katja im Kiez 17. September 2016 Reply

        Ach, das ging eigentlich auch so ganz gut. Ich bin jetzt auch nicht sooo der Seriennerd, aber dank der vielen Hinweise haben wir es noch in der Zeit geschafft (geradeso) :-). Hatte darüber auch in meinem Blog berichtet – also wenn es dich interessiert, kannst du auch gern den Beitrag dazu lesen :-). Ansonsten nochmal vielen Dank für deinen: war echt spannend! LG Katja

        • sommerdiebe 17. September 2016 Reply

          Ah OK, danke, schau ich mal vorbei. 🙂 Dachte halt nur, dass Big Bang sicher unterhaltsamer ist, wenn man mehr in der Serien-Welt drinsteckt.
          Soweit ich weiß gibt es ja auch bald am gleichen Standort zwei weitere Spiele, ein gruseliges und ein feucht fröhliches 😉

          • Katja im Kiez 17. September 2016

            Ja, das hat er uns auch erzählt! Das Gruselige soll ja recht groß und sogar mit einem Tunnel sein … . Wäre bestimmt auch mal spannend :-D.

  • Nahia 17. September 2016 Reply

    Ausprobieren würde ich das auch gern, aber ich wüsste derzeit nicht mit wem. Wäre bestimmt auch nett, einfach mit Fremden zu spielen, die Lust und Zeit haben. Konnte man sowas bei deinem Veranstalter auch buchen?

    Bei dem Veranstalter in meiner Nähe muss man ein ganzes Team mitbringen. Find ich schade.

    • sommerdiebe 17. September 2016 Reply

      Soweit ich weiß, kann man sich dort nur als Gruppe anmelden. Schade…

  • Escape Maniac 17. September 2016 Reply

    Toller Erlebnisbericht! Wir fanden den Raum sucht echt unterhaltsam.

  • […] Escape Room-Spielen geht in eine neue Runde. Nachdem ich letztes Jahr bereits das Sherlock-Holmes-Game erfolgreich gelöst habe, ging es gestern zum Testspiel „Kidnapped„. Eigentlich bin ich […]

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  • Von wegen: ein kleines bisschen Landleben gibt es auch in Marzahn ( dass ja ansonsten eher für Plattenbauten bekannt ist). Hier kann man sogar noch den alten Dorfkern von Alt-Marzahn besichtigen. Schöne Entdeckung, auch für mich als Berlinerin - und Traumwetter dazu :)
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  • Spaziergang an der Spree bei 13 Grad an einem der ersten Vorfrühlingstage in Berlin
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  • Ein 12-jähriger Junge trinkt.. Und keinen scheint es zu interessieren, bis auf eine einfühlsame Lehrerin. Dieser Roman ist wirklich keine leichte Kost, liest sich aber doch wahnsinnig schnell. Ich habe ihn in der ersten Januarwoche verschlungen. Meine Rezension findet ihr jetzt im Blog unter www.sommerdiebe.de
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  • Mein erstes #Bookface mit dem wunderbaren Roman "Ein Leben mehr". Darüber hinaus habe ich in meinem Blog auf mein Lesejahr 2018 zurückgeblickt. Alles über Highlights, Lieblingsautoren und kleine Enttäuschungen könnt Ihr jetzt im Blog nachlesen: www.sommerdiebe.de
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