Fotografie

Ausstellungstipp: Fotografierte Ferne – Fotografen auf Reisen

Berlinische Galerie: Fotografierte Ferne - Fotografen auf Reisen

Sommerzeit – Urlaubszeit. Auch wer in den nächsten Wochen keine Reise geplant hat, kann sich in der neuen Ausstellung “Fotografierte Ferne – Fotografen auf Reisen” in der Berlinischen Galerie in fremde Städte und Länder träumen. Die Schau zeigt in über 180 Bildern von 17 Fotografen, wie sich der fotografische Blick des Reisenden und das Genre der Reisefotografie in den letzten 100 Jahren gewandelt hat.

© Marianne Breslauer / Fotostiftung Schweiz, Winterthur

© Marianne Breslauer / Fotostiftung Schweiz, Winterthur

Ende des 19. Jahrhunderts war das Reisen im Vergleich zu heute sehr beschwerlich. Kaum auszudenken, wie sich Fotografen in diesen Zeiten wohl noch mit ihrem technischen Equipment abgeschleppt haben müssen. Eine Reise in ferne Länder zu unternehmen, war ein Luxus, den sich nicht jeder leisten konnte – umso größer war der Wunsch der Daheimgebliebenen durch Bilder die Sehenswürdigkeiten der Welt kennenzulernen. So startet die Ausstellung mit exotischen Aufnahmen aus Japan, entführt den Betrachter in den Orient oder zeigt, wie sich mit dem Einsatz von Mittelformatkameras wie der berühmten Rolleiflex auch die künstlerischen Darstellungsformen der Reisefotografie wandelten. Besonders eindrucksvoll sind etwa die gut durchkomponierten Fotos von Marianne Breslauer, die in den Zwanziger Jahren als Frau (!) alleine oder gemeinsam mit der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach um die Welt reiste und damit nicht nur in gesellschaftlicher sondern auch in ästhetischer Hinsicht neue Maßstäbe setzte. Ihre Aufnahmen aus Ländern wie Israel oder Ägypten sind zweifelsohne stark vom sog. “Neuen Sehen” beeinflusst, einer Stilrichtung, die sich in den 1920er Jahren immer weiter verbreitete.

Ob Erich Salomons Einblicke in seine USA-Reisen der 1930er Jahre, bewegende postapokalyptische Aufnahmen aus der vom Tsunami zerstörten japanischen Region Tohoku oder skurrile Impressionen aus unserer modernen globalisierten Reisewelt – die Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigt noch bis zum 11. September ein breites Potpourri an Reisefotografien. Der Begriff “Reisen” wird hierbei in allen Facetten widergespiegelt. Mag es der klassische Urlaub mit der Familie, die Recherchereise eines/r Journalisten/in oder die Fantasiereise des aus der DDR stammenden Fotografen Ulrich Wüst an Sehnsuchtsorte im Westen sein: Die Ausstellung nähert sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln dem Sujet der Reisefotografie.

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin
Mittwoch–Montag 10:00–18:00 Uhr; Dienstag geschlossen
Noch bis zum 11.09.2017

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Das Gemälde stammt aus dem Nationalmuseum von Poznan.
Meine Reise durch Polen hat mir wieder mal gezeigt, dass dieses wunderbare und vielfältige (Nachbar)Land einfach nicht so viel Aufmerksamkeit bekommt wie es verdient hätte. Werde hier und vielleicht auch im Blog bald mehr darüber berichten ✏️📸
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Hier also meine Insta-Highlights - komprimiert in 9 Fotos: Mein Jahr war voller Bücher, schönen Reisen (u.a. nach Athen und Schottland), spannender Architektur und aufregenden Kunstausstellungen und -events. Weiter so! Bin gespannt, was 2020 bringt. 🎉
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