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Ausstellungstipp: Danny Lyon im C/O Berlin

Danny Lyon im C/O Berlin

Jung und furchtlos: Danny Lyon ist noch Student, als er sich in das Getümmel stürzt, um in den 1960ern Jahren afroamerikanische Demonstranten und ihren Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus fotografisch zu dokumentieren. Diese Fotos, die zum Teil in Zeitungen veröffentlicht werden, machen Danny Lyon später zu einem der wichtigsten Chronisten der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Immer auf Augenhöhe mit den Porträtierten macht es sich der junge Fotograf zur Aufgabe die Bevölkerungsgruppen ins Zentrum zu rücken, denen in der Regel nur wenig Aufmerksamkeit zuteil wird: Gefängnisinsassen, Biker-Gangs, Jugendliche auf den Straßen, der Tätowierer von nebenan. Lyon blieb während seiner Arbeit stets im engen Kontakt mit den Menschen, die er auf seinen Fotos porträtierte, machte sich intensiv mit ihrer Lebensumgebung, mit ihren Eigenheiten und persönlichen Schicksalen vertraut. “Meine größte Stärke ist meine Empathie mit Menschen, die anders sind als ich”, sagte Fotograf Danny Lyon einmal über sich selbst und trifft damit im Kern das Gefühl, das beim Betrachten seiner Arbeiten stets mitschwingt. Er nähert sich den von ihm abgelichteten Menschen stets mit Respekt und Einfühlungsvermögen, nie von oben herab oder moralisch wertend. Gleichzeitig beweist er sein gutes Gespür für eindrucksvolle ästhetische Bildkompositionen, wenn er etwa Domino spielende Häftlinge, Baumwollpflücker in Texas oder die vom Abriss bedrohten Gebäude in Lower Manhattan mit seiner Kamera einfängt.

Domino Players, Walls Unit, TDC, 1967. Danny Lyon

Domino Players, Walls Unit, TDC, 1967. Danny Lyon

Die aktuelle Ausstellung im C/O “Danny Lyon – Message to the Future” beleuchtet sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis in die heutige Zeit, widmet sich vor allem den wichtigsten Serien der späten 1960er- und 70er-Jahre und präsentiert auch die weniger bekannten Dokumentarfilme, Collagearbeiten sowie Arbeiten aus Danny Lyons privatem Archiv. Ich freue mich sehr, dass ich im C/O Berlin wieder mal einen so interessanten und vielseitigen Fotografen kennenlernen durfte. Sehenswerte und sehr anregende Retrospektive!

C/O Berlin Foundation. Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

Öffnungszeiten: täglich 11–20 Uhr
Noch bis 03. Dezember 2017

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