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Maria by Callas (2018)

Maria by Callas

Maria by Callas: Worum geht’s?

Sie ist die Opernikone der 1950er und 1960er Jahre: Die Sängerin Maria Callas lebte ein intensives Leben und stand dabei nicht nur mit ihrer Kunst, sondern auch mit ihrem Privatleben stets im Fokus der Öffentlichkeit. Regisseur Tom Volf entwirft in seiner Doku “Maria by Callas” aus vielen unterschiedlichen Zeitdokumenten wie TV- und Radiointerviews, privaten Fotos und Videos, Bühnenauftritten und Briefen ein sehr persönliches Portrait der großen Opernsängerin.

Maria by Callas – so war’s:

Anders als in vielen anderen Dokumentarfilmen kommt die Künstlerin selbst zu Wort – eine Bewertung durch Außenstehende oder ein kommentierender Off-Kommentar fehlen gänzlich. Wenn man sich erstmal an die ungewöhnliche Erzählweise gewöhnt hat, erwartet einen ein wohldurchdachtes Mosaik aus Interview-Schnipseln, Statements, Musikaufnahmen und anderen filmischen Dokumenten, das einen in seinen Bann zieht. Auf diese Weise werden wir als Zuschauer Zeuge der vielen Höhen und Tiefen in Maria Callas‘ Karriere und können uns ein eigenes Urteil über einschneidende Momente wie ihren Rauswurf aus der Metropolitan Opera, die komplizierte (Liebes)beziehung zu Aristoteles Onassis oder ihre schwere persönliche (Schaffens-)Krise zum Ende ihrer Karriere bilden.

Besonders schön: Der Dokumentarfilm rückt die Kunst in den Fokus, beispielsweise indem in die Erzählung insgesamt 10 ausgesungene Arien eingewoben werden. Dies ermöglicht es tiefer in Maria Callas‘ Schaffen einzutauchen sowie die in den Opernstücken ausgedrückten Emotionen wie Trauer, Schmerz oder Leidenschaft nachzuempfinden. Maria Callas‘ Gesang geht unter die Haut und berührt sicher auch Zuschauer, die sich bisher wenig oder gar nicht mit der weltbekannten Sängerin beschäftigt haben. “Da sind zwei Leute in mir, Maria und La Callas …”, so sagt die Protagonistin an einer Stelle und verdeutlicht damit den Zwiespalt, in dem sie sich ihr Leben lang befand, denn den Wunsch nach einem erfüllten Privat- und Familienleben musste sie mehr als einmal zugunsten ihrer Karriere opfern. Der Film „Maria by Callas“ macht deutlich, was es mit einem Menschen macht von Kindheit an auf der Bühne zu stehen und stets dem Druck ausgesetzt zu sein, dem Publikum zu gefallen. Vor allem durch die vielen filmischen Fragmente, in denen Callas selbst zu Wort kommt und auf ihr Leben und ihr Schaffen (zurück)blickt, gelingt ein umfassendes und vielseitiges Bild einer bedeutenden Künstlerin.

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    1 KOMMENTAR

  • Natalie J. 11. Juni 2018 Reply

    Schöner Beitrag, interessant geschrieben und informativ. Das die Sängerin Maria Callas so öffentlichkeitsnah war, ist mir bislang verborgen geblieben. Werde mir den Dokumentarfilm auf jeden Fall anschauen! Danke für den tollen Hinweis!

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  • Das war also mein Instagram-Jahr. Ich war hier zwar dieses Jahr weniger aktiv bzw. hab ich lieber die Story-Funktion genutzt. Dennoch ist wieder eine bunte Auswahl bei #bestnine2018 herausgekommen. Japanische Lektüre, beeindruckende Reiseziele (u.a. Island und St. Petersburg), schicke Street Art und Architektur in Berlin... Und nicht zuletzt hab ich meiner ehemaligen Unistadt Marburg einen Besuch abgestattet. Schöne Erinnerungen. Mal sehen, was 2019 bringt.
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  • Heute neuen Lieblingsort gefunden, das Café & Antiquariat Morgenstern in Berlin-Steglitz. Habe eine gute Tat getan und ein paar Bücher gespendet. Ein bisschen Ausmisten ab und an befreit wirklich ;) Zum Dank bekam ich einen Kaffee spendiert. Toller Ort, den ich leider viel zu spät entdeckt habe, dabei wohne ich doch echt schon 'ne Weile in der Gegend... :)
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