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Reise nach St. Petersburg – Vorbereitung, Reisezeit und die besten Sehenswürdigkeiten

St. Petersburg beheimatet fast 5 Millionen Einwohner und ist eine der pulsierendsten Metropolen Europas. (Foto: Sommerdiebe.de)

Die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg ist aktuell eine der spannendesten Kulturstädte in Europa. Egal, ob man auf dem Newski-Prospekt flanieren, beeindruckende Kunst in der Eremitage bewundern oder die grüne Natur auf den Inseln im Newa-Delta genießen möchte – St. Petersburg ist immer eine Reise wert. Auch ich habe die Stadt vor einiger Zeit besucht und stelle euch hier meine Tipps zur Verfügung. 

Reisevorbereitung: Papierkram, Visum & Co.

In der Zeit des Schengen-Abkommens ist Reisen in Europa so einfach wie selten. Leider gehört Russland und damit auch St. Petersburg nicht zum Schengen-Raum. Aus diesem Grund sind vor der Anreise einige Formalitäten zu beachten. Zum einen benötigt Ihr ein Einladung einer Einzelperson, Eures Hotels oder eines Reiseunternehmens aus Russland – doch keine Angst: Ihr müsste niemanden persönlich kennen. Unterdessen gibt es einige Firmen, die sich auf die Erstellung von Einladungen spezialisiert haben und diese gegen ein kleines Entgelt (um die 15 Euro) für Euch ausstellen. Die Einladung braucht Ihr dann später, um vom Russischen Konsulat Euer Russland-Visum zu erhalten.

Gemeinsam mit der Einladung reicht Ihr beim Konsulat u.a. auch Euren Pass, ein aktuelles Passfoto, Eure letzten Einkommensnachweise, einen Nachweis einer Auslandskrankenversicherung und Euren Visumsantrag ein. Hier seht Ihr alle benötigten Unterlagen nochmal im Detail. Da die Warteschlangen im Konsulat länger sein können und es auch nicht in jeder deutschen Stadt eine russische Botschaft gibt, empfehle ich Euch sich direkt an das Russische Visazentrum VFS.global zu wenden, das Euch – gegen eine Gebühr von 100-170 Euro – mit allen Formalitäten hilft und Euch den Pass mit dem Visum einige Tage später per Post zuschickt. Die Gebühren richten sich je nachdem, ob Ihr Euer Visum sehr zeitnah (1-3 Tage) benötigt oder für die Erstellung mehr Zeit habt (4 – 20 Tage).

St. Petersburg ist immer eine Reise wert. (Foto: Sommerdiebe.de)

St. Petersburg ist immer eine Reise wert. (Foto: Sommerdiebe.de)

Beste Reisezeit für St. Petersburg

Meiner Meinung nach ist das Frühjahr und der Herbst für einen Städtetrip nach St. Petersburg am besten geeignet. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Im Sommer könnt Ihr zwar die sog. “Weißen Nächte” erleben, in denen die Sonne quasi nicht untergeht, gleichzeitig kann es aber gerade in der Hochsaison an den touristischen Hotspots sehr voll werden. St. Petersburg ist vor allem bei Kreuzfahrt-Touristen sehr beliebt und diese Reisen finden vermehrt im Sommer statt. Juli ist der wärmste Reisemonat. Im Winter, vor allem zwischen Dezember und Februar, kann es empfindlich kalt werden. Hier solltet Ihr Euch auf jeden Fall gut mit warmer Kleidung eindecken. Die Weihnachtszeit und die Zeit um Silvester herum bietet sich für alle an, die das prachtvoll beleuchtete St. Petersburg erleben oder auf dekadente Weise ins neue Jahr starten möchten.

Der Herbst ist eine optimale Reisezeit für eine Reise nach St. Petersburg (Foto: Sommerdiebe.de)

Der Herbst ist eine optimale Reisezeit für eine Reise nach St. Petersburg (Foto: Sommerdiebe.de)

Wie lange nach St. Petersburg?

Die Anreise inklusive Visum ist leider recht teuer, deshalb lohnt es sich bei einer St. Petersburg-Reise mindestens 10 Tage einzuplanen. Wer mehrere russische Städte sehen möchte, kann die Reise natürlich auch noch beliebig verlängern und von St. Petersburg weiter nach Moskau fahren. Ich selbst war 10 Tage in St. Petersburg und kann nur sagen, dass einem hier auf keinen Fall langweilig wird. Gerade als Kultur-Fan ist es toll, die vielen Museen und Kunstgalerien zu besuchen oder die beeindruckende Architektur auf sich wirken zu lassen. Bei einer St. Petersburg-Reise, die um die 10 Tage dauert, ist es außerdem auch noch gut möglich etwas außerhalb liegende Sehenswürdigkeiten wie die prunkvolle Sommerresidenz der Zaren in Puschkin zu besuchen.

Der prachtvolle Sommersitz der Zaren: Der Katharinenpalast

Der prachtvolle Sommersitz der Zaren: Der Katharinenpalast

St. Petersburg – 5 Orte, die man gesehen haben sollte

Gar nicht so einfach, die Highlights in St. Petersburg bei einer Reise richtig einzugrenzen. Denn in der Metropole kann man jeden Tag voller spannender Erlebnisse packen. In meiner Übersicht stelle ich euch nun meine Top 5 in St. Petersburg vor, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte. Dies ist natürlich nicht abschließend und es gibt noch weitaus mehr in der Ostsee-Metropole zu erleben.

Eremitage – Pflicht bei einer St. Petersburg-Reise

Zwei Tipps im Voraus: Wer die Eremitage in St. Petersburg besuchen möchte, sollte sich am besten gute Schuhe einpacken und seinen Besuch möglichst früh morgens einplanen. Denn so ziemlich jeder Tourist hat eines der größten Kunstmuseen der Welt auf der Bucket-List… Die guten Schuhe wird man brauchen, um die rund 65.000 Exponate in den 350 prunkvollen Sälen zu bewundern, wobei man ordentlich Meter machen muss. In der St. Petersburger Eremitage ist die Creme de la Creme der europäischen Kunstgeschichte versammelt. Picasso, Rembrandt, Matisse, Rubens, Gauguin, da Vinci – Kunstwerke der bedeutendsten Künstler sind in dieser einmaligen Sammlung vertreten, aber auch die Räume des Eremitage selbst sind mit ihren Verzierungen und ihrem Enterieur als reinste Kunst zu betrachten. Während man in St. Petersburg weilt, sollte man die Gelegenheit die Eremitage zu besuchen nicht verpassen.

Der Katharinenpalast in Puschkin – Das “russische Versailles” vor den Toren der Stadt

Der Katharinenpalast liegt genau genommen nicht in St. Petersburg, sondern in Puschkin, etwa 25 Kilometer südlich der Stadt. In meinen Augen gehört die Besichtigung des auch als “russisches Versailles” bezeichneten Areals zu den Top 5 einfach dazu. Der Katharinenpalast kann von St. Petersburg in rund 50 Minuten Fahrzeit (mit der Bahn oder dem Bus vom Stadtzentrum aus) erreicht werden. Wenn man kein Russisch spricht, ist es nicht ganz einfach die richtige Verbindung zu finden. Doch mit ein wenig non-verbaler Kommunikation kommt man dennoch an sein Ziel, da die St. Petersburger sehr hilfsbereit sind. Der Katharinenpalast war ursprünglich der Sommersitz der Zaren und ist dementsprechend prunkvoll ausgestattet, welches auch die Gartenkunst einschließt (hier lohnt sich der Besuch natürlich besonders von Frühling bis Früh-Herbst) Leider muss man auch hier mit längeren Wartezeiten rechnen, da der Besuch des Katharinenpalastes äußerst begehrt ist. Die Wartezeit lohnt sich jedoch. Zu sehen gibt es prachtvoll mit Gold verzierte Säle sowie als besonderes Highlight eine Nachbildung des bis heute verschollenen Bernsteinzimmers.

Newski-Prospekt – Auf den Spuren von Dostojewski

Der Newski-Prospekt ist dem ein oder anderen sicherlich bereits aus Werken der großen russischen Schriftsteller, wie Dostojewski, Gogol oder Tolstoi (Anna Karenina) bekannt. Schon damals galt der Newski-Prospekt als die wichtigste Prachtstraße in St. Petersburg. Hier galt gesehen und gesehen werden, ein Spaziergang auf dem Newski-Prospekt gehörte für die High Society der damaligen Zeit zum festen Sonntagsprogramm. Auch heute noch ist der Newski-Prospekt zu fast jeder Tageszeit von Einheimischen und Besuchern dicht bevölkert. Die Straße ist gesäumt von prunkvollen Bauten aus den wichtigen Kunstepochen des 19. und 20. Jahrhunderts (u.a Barock, Klassizismus, Jugenstil), aber auch der russischen Moderne. Es lohnt sich auf dem Newski-Prospekt zu flanieren oder in eines der zahlreichen Restaurants und Cafés einzukehren (guten Vodka zu trinken) und die vorbeiziehenden Menschen zu beobachten oder einfach nur die eindrucksvolle Architektur zu bewundern. Architektonische Highlights sind das größte Warenhaus Sankt Petersburgs Gostiny Dwor, das Grand Hotel Europe und das barocke Stroganow-Palais.

Spaziergang auf der Jelagin-Insel

Wusstet Ihr, dass es in St. Petersburg rund 40 Inseln gibt? Die Jelagin-Insel zählt zu den schönsten. Nicht umsonst ist sie ein beliebtes Naherholungsgebiet der St. Petersburger. Abgesehen vom Jelagin-Schloss ist sie unbebaut, weshalb es sich hier wunderbar spazieren, Fahrrad fahren oder picknicken lässt. Es gibt außerdem auch die Möglichkeit, Paddelboote und Kanus zu mieten, Tennis und Volleyball zu spielen oder im Winter Langlaufski oder Schlittschuh zu fahren. Vor allem im Herbst ist die Insel sehr hübsch, da sich das Laub der Bäume golden verfärbt und einfach schön anzusehen ist. Wer also ein bisschen Ruhe vom Großstadttrubel braucht, dem empfehle ich unbedingt, der Jelagin-Insel einen Besuch abzustatten. Obwohl es sich um eine Insel handelt, ist die Anreise zur Jelagin-Inseln sehr einfach. Man kann sie über eine Brücke erreichen, die Metro-Station heißt Staraya Derevnya.

Die schönsten Kirchen St. Petersburgs: Erlöserkirche, Smolny-Kloster und Isaakskathedrale

Eine mehr als 4 Millionen-Einwohner Metropole wie St. Petersburg ist selbstverständlich auch ein Schmelztiegel von verschiedenen Nationalitäten und Glaubensrichtungen. Vorherrschend ist jedoch russisch-orthodox, welches zum katholischen Christentum gezählt wird. Aus diesem Grund gibt es in St. Petersburg eine Vielzahl an prächtigen Kirchenbauten zu besichtigen. Zu den wohl schönsten zählen die Erlöserkirche (auch Blutskirche genannt), das Smolny-Kloster sowie die Isaakskathedrale. Vor allen bei den beiden letztgenannten lohnt sich auch der Besuch der Aussichtsplattformen, von welchen man einen fantastischen Blick über das Stadtgebiet hat.

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Angesichts des grauen Herbstwetters träume ich mich gerade zurück in das wunderbare Genua, das ich bereits vor einer Weile besucht habe. Eine Stadt, die meiner Meinung nach viel zu sehr unterschätzt wird. Allein schon durch die malerischen Gassen zu schlendern und einfach nur die einzigartige Atmosphäre zu genießen - wunderbar! Denn - abgesehen von ein paar Kreuzfahrt-Touristen - war es hier erstaunlich ruhig und authentisch.
Welche Stadt in Italien würdet Ihr gerne mal (wieder) besuchen?
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