Literatur Unterwegs

10 Stunden Buchmesse – eine kurze Zusammenfassung

 

Gestern war also der große Tag und ich machte mich bereits um 6.30 Uhr morgens per Bus in Richtung Leipzig auf. Nachdem ich mich erfolgreich in die heillos überfüllten Regional- und Straßenbahnen gequetscht hatte, kam ich schließlich endlich am Messegelände an, wo ich gleich schnurstracks zum Pressezentrum ging, um mir meinen Presseausweis für die Messe abzuholen. Schon schick, vor allem wird man plötzlich fast überall so zuvorkommend behandelt. Was so ein kleiner Pass um den Hals bewirken kann! Dies war aber nur augenscheinlich so. Presseausweis hin oder her, man hat damit doch recht wenig Privilegien. 😉

Gerade morgens war es extrem voll in den Messehallen, überall Schulklassen und Cosplayer soweit das Auge reicht. Ich hielt mich vorwiegend in Halle 5 (Hallo, Lettrétage und kleine Verlage) und 4 (viele, viele interessante internationale Verlage) auf, ließ mich von Stand zu Stand, Lesung zu Lesung treiben. Mir ist eigentlich immer noch schleierhaft, wie schnell die Zeit vergehen konnte. Auf einmal war es jedenfalls schon 16.30 Uhr und mir fiel wieder ein, dass ich jetzt vielleicht doch langsam mal bloggen sollte. Ich hatte mich ja bereitwillig dazu erklärt, dem Blog der Lettrétage auch etwas Schriftliches und/oder Fotografisches beizutragen. Die anderen erzählten mir, dass der Presseclub neben den Messehallen sehr empfehlenswert sei: günstiger Kaffee, W-Lan, gemütliche Sessel – also kurz: alles, was ein Blogger braucht.

Bücher, Bücher, nichts als Bücher!

Bücher, Bücher, nichts als Bücher!

Die Lounge war tatsächlich sehr einladend. An etwa 15 bis 20 kleinen runden Tischen saßen bereits eifrige, kaffeeschlürfende Journalisten, die entweder gestresst auf die Tastaturen ihrer Laptops einhämmerten, mit dem Handy gerade mit ihrer Redaktion kommunizierten oder ausgiebig über Autoren lästerten: “Nee, danke. Darüber schreib ich nix. Der gibt echt nichts her.” Jaja, die Kulturjournalisten. Schon eine ungewöhnliche Atmosphäre – und ich mittendrin. Ich glaube, ein bisschen fiel ich im Presseclub doch aus dem Rahmen. Ich war mit Abstand die jüngste Person, wurde dementsprechend auch ein wenig beäugt. Geschrieben habe ich in dieser hektisch aufgeladenen Umgebung schließlich tatsächlich noch zwei Blogartikel. Einen über eine Lesung von schrägen finnischen Autoren, einen über ein Buch, das den Müßiggang und das Nichtstun (Dandys? Dandys!) zelebriert.

Eigentlich wollte ich ja noch viel mehr schreiben, aber ich musste dann doch einsehen, dass Fahren nach Leipzig, hektisches Messegetümmel, der Besuch von unzähligen Lesungen und Ständen, Millionen Bücher angucken, dabei Fotos machen, auf dem Notizblock rumkritzeln, überall plappernde Besucher, Verleger und Journalisten um einen herum – und dann auch noch bloggen – doch ein wenig viel ist. Man hat halt wirklich nur begrenzte Kapazitäten. Gelohnt hat sich mein Ausflug nach Leipzig auf jeden Fall. Ich habe unglaubliche viele interessante Eindrücke gewonnen und konnte mal sehen, dass der ach so glamouröse Alltag eines Kulturjournalisten, abgesehen von einer vielleicht minimal freundlicheren Behandlung und billigerem Kaffee eine Illusion ist. Ich bleibe erstmal Blogger – den kostenlosen Presseausweis nehm ich trotzdem immer wieder gerne in Anspruch.

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