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Ausstellungstipp: „Das Gesicht“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Das Gesicht. Eine Spurensuche.

Anschaulich, modern und interaktiv: So sind die Ausstellungen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Und gerade deshalb ist das Museum immer wieder einen Abstecher wert. Vom kuriosen Namen darf man sich nicht abschrecken lassen: Es geht hier weniger um „Sauberkeit“ als vielmehr um spannende Phänomene im menschlichen Körper, um Themen wie Gesundheit, Ernährung oder Psychologie. In der aktuellen Sonderausstellung „Das Gesicht. Eine Spurensuche“ dreht sich nun alles um einen Aspekt, der gerade in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist.

Die Verwandlungskünstlerin und Fotografin Cindy Sherman / © Cindy Sherman

Die Verwandlungskünstlerin und Fotografin Cindy Sherman / © Cindy Sherman

Ob in der Werbung, in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram oder in der modernen Videoüberwachung an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen öffentlichen Orten: Gesichter dominieren unserer alltägliches Umfeld, beeinflussen unser Selbstbild und unsere Kommunikation. Was lesen wir von Gesichtern ab? Welche Formen der Maskierung und Verwandlung gibt es? Die Ausstellung widmet sich modernen Phänomenen wie Beauty-Videos auf Youtube und berühmten Verwandlungskünstlerinnen wie der amerikanischen Fotografin Cindy Sherman, wirft jedoch auch immer wieder einen Blick in die Kulturgeschichte und zeigt etwa wie im 19. Jahrhundert bestimmte Merkmale im Gesicht eines Menschen dafür sorgen konnten, dass dieser als Verbrecher diffamiert wurde. In einem interaktiven Teil der Ausstellung kann man in einer Computersimulation „Krimineller oder Hipster“ als Besucher selbst testen, ob man allein von den Gesichtsmerkmalen einen Massenmörder von einem zwar bärtigen, aber ansonsten harmlosen Hipster unterscheiden könnte. Ich persönlich musste nach etwa 6 Versuchen aufgeben – zu ähnlich sehen sich diese beiden Gruppierungen. Und vor allem zeigen Spiele wie diese, wie tief bestimmte Vorurteile und Ansichten über bestimmte Gesichtsmerkmale in jedem von uns verankert sind.

Das Gesicht ist der Spiegel der Seele, so heißt es immer wieder. Die Ausstellung zeigt in anschaulicher Weise, wie viel Wahres in dieser Aussage steckt und vor allem wie Firmen die Mimik und Gestik des Menschen erforschen, um Aufschluss über unsere Emotionen zu erhalten. Erste technische Versuche mit dieser sogenannten Emotion Detection stecken zwar noch in den Kinderschuhen, werden aber sicher in Zukunft auch in der Wirtschafts- und Werbewelt Anwendung finden. Was empfindet ein Kunde? Wie alt ist er? Oder vielleicht auch: Wie oft kauft er hier ein? Firmen erhoffen sich durch die Videoanalyse schon jetzt, noch mehr verlässliche Daten über ihre Kunden zu erhalten und diese für ihre Zwecke nutzen zu können.

Elektronische Gesichtserkennung. Foto: Oliver Killig / DHMD

Elektronische Gesichtserkennung. Foto: Oliver Killig / DHMD

Ob elektronische Gesichtserkennung, Historiengemälde und Selfies oder die Manipulation unseres Gesichts durch kosmetische und chirurgische Maßnahmen – „Das Gesicht. Eine Spurensuche“ bildet das Thema auf sehr umfassende Weise ab, macht neugierig auf technische Innovationen sowie vermittelt spannende Einblicke in die Kulturgeschichte. Aufschlussreich, inspirierend und abwechslungsreich: Auch diese Ausstellung im Deutschen Hygiene Museum Dresden ist wieder sehr gut gelungen.

Das Gesicht. Eine Spurensuche
Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 18 Uhr; Montags geschlossen.

Noch bis 25. Februar 2018.

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  • Was für ein inspirierender #Instawalk vorhin im Deutschen Historischen Museum. Hier ist jetzt eine Ausstellung zur Russischen Revolution 1917 angelaufen. Ein paar ausgewählte Blogger/Instagrammer/ Twitterer ..whatever..durften heute an einer exklusiven Kuratorenführung teilnehmen. Danke für die Einladung, @dhmberlin, hat Spaß gemacht! :) .
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  • #Charlottenburg hat einfach die schönsten Kinos. Hier war ich gestern im altehrwürdigen #CinemaParis, das sich in seinem Programm vor allem auf französischen #Arthouse konzentriert. Ich hab mir Hanekes neuen Film "Happy End" angesehen... Schwer verdaulich, bedrückend, also definitiv ein Film, der nachwirkt. Mehr dazu bald im Blog.
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  • Hände hoch: Wer beobachtet auch gerne Menschen? ✋ 😉 Vicki Baum hat genau dies für ihren Roman #MenschenimHotel gemacht und beschreibt, welche Persönlichkeiten in einem mondänen Hotel im Berlin der 1920er Jahre aufeinandertreffen. Unterhaltsam, pointiert, humorvoll, aber auch mit Tiefgang erweckt Baums Roman auch heute noch die ganz besondere Atmosphäre der "Goldenen Zwanziger" zum Leben. Meine Rezension lest Ihr im Blog -> #linkinbio
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  • Sonntags ins Museum, kann man doch auch mal wieder machen. Vor allem, wenn es sich um so ein Schönes handelt. Und #Picasso geht eigentlich auch immer.
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  • #buchpassion Challenge, heute mal kurz und knackig. Mein Lieblingsautor? Truman Capote selbstverständlich! ;)
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  • Schon Tag 4 bei #buchpassion von @kaprizioesblog.
Welches Buch sollte jeder gelesen haben?
Mit "Jeder soll"-Formulierungen bin ich sonst eher vorsichtig. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden.
Ich lege Euch dennoch heute Michel Houellebecqs  vieldiskutiertes Werk #Unterwerfung ans Herz. Mit der Schilderung von instabilen politischen Systemen, Themen wie Islamhass & Populismus und einem einsamen Helden auf der Suche nach Sinn passt dieser visionäre Roman erschreckend gut in unsere heutige Zeit. Tiefgründig & vielschichtig. Mich hat der Roman noch lange nachdenklich gestimmt.
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  • Tag 3 der #buchpassion Challenge:
-> Mein Bücherregal
Ich oute mich mal gleich als Ästhetin: Ja, ich sortiere meine Bücher (teilweise) nach Farbe bzw.  nach Verlag. Sieht einfach gut aus. ;) Und auch sonst bin ich ein visueller Mensch. Oft merke ich mir die Farbe und das Cover eines Buches. Würde mich jetzt also z.b. spontan jemand nach Hemingways Roman "Fiesta" fragen, wüsste ich sofort, dass ich in der "Rot-Sektion" schauen müsste. Naja, jeder hat so seine kleine Macke ;)
Muss jedoch auch zugeben, dass das Farbkonzept nicht überall in meinem Regal durchgesetzt wird. Ab Regalbrett 3 sortiere ich z.T. nach Autoren, Themen, Epochen oder wie es eben gerade so passt. Klarer Fall, dass Bücher von Truman Capote natürlich nebeneinander stehen müssen. In einem anderen Regal hab ich noch Sachbücher zum Thema Literaturwissenschaft, Film, Kunst, Reisen, Essen & Kultur. That's it! Bei meinem letzten Umzug sind nicht alle Bücher mitgekommen, aber es gibt ja auch noch Bibliotheken.
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  • Tag 2 der Instagram-Challenge #buchpassion ➡️ Dieses Buch hat mich verändert
Über diese Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken. Letztendlich kehrten meine Gedanken aber doch immer zu einem Buch zurück: Sylvia Plaths "Glasglocke". Zum ersten Mal hab ich das Buch gelesen, als ich 16 war - und schon damals hatte es eine Sog-Wirkung auf mich. Es ist  eines von wenigen Büchern, bei dem ich nur die ersten Sätze lesen muss,  und ich bin förmlich gefangen in der Erzählwelt, die Plath so  anschaulich beschreibt. Die junge Protagonistin, die eigentlich gerade erst ins Erwachsenenleben startet und versucht ihren eigenen Weg zu finden, hadert mit sich selbst und den gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit (1950er). Wie möchte ich leben? Soll ich wirklich an der künstlerischen Laufbahn festhalten?  Der Ehrgeiz und die starken Selbstzweifel, die  immer wieder in depressiven Verstimmungen resultieren, beginnen die  Protagonistin förmlich aufzufressen. Als Leser muss man hilflos mit  ansehen, wie sie unter ihrer Glasglocke nach Luft ringt, wie sie sich  selbst zerstört.
„Die Glasglocke“ ist durch die Handlung harter 
Tobak – keine Frage! Vielleicht berührt das Buch auch gerade durch seine
 Authentizität und weil man ahnt, dass die Autorin das Geschilderte 
selbst durchgemacht hat. 
Für mich nach wie vor ein prägendes Buch - keine leichte Kost, aber definitiv ein Roman zum immer wieder Lesen. Aufwühlend, authentisch, zeitlos: So muss große Literatur sein.
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