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The Queen’s Gambit – Die Serie im Kurzporträt

Das Damengambit (Originaltitel: The Queen’s Gambit) ist eine US-amerikanische Drama-Miniserie, die von Scott Frank und Allan Scott entwickelt wurde.

Uns allen steht voraussichtlich ein langer Herbst und Winter bevor: Da kommt doch eine gut gemachte Netflix-Serie wie gerufen! Kürzlich habe ich mir die neue Mini-Serie “The Queen’s Gambit” (deutsch: Das Damengambit) angesehen und verrate Euch hier, warum ihr die Serie Euch unbedingt vormerken solltet.

The Queen’s Gambit: Die Story in 3 Sätzen

Die Hauptfigur von “The Queen’s Gambit” (Das Damengambit), ein junges Mädchen namens Beth Harmon, wächst in den 1950er Jahren in einem Waisenhaus in Kentucky auf und entdeckt eher zufällig ihre Leidenschaft für das Schachspiel. Trotz gesellschaftlicher Widerstände – denn Schach ist in dieser Zeit eindeutig eine Männerdomäne – hält sie an ihrem großen Traum fest: sie möchte Schachweltmeisterin werden. Die Serie begleitet sie auf diesem zum Teil steinigen Weg und versprüht dabei jede Menge Retro-Flair.

The Queen’s Gambit: Das begeistert mich an dieser Serie am meisten

Dieser Blick für’s Detail, diese Kleider, diese wunderbar nostalgisch-melancholische Atmosphäre der 1950er und 1960er Jahre: Ja, Retro-Fans kommen bei dieser Serie eindeutig auf ihre Kosten. Mad Men lässt grüßen… Doch sollte man nicht den Fehler machen, “The Queen’s Gambit” lediglich auf Äußerlichkeiten zu reduzieren. Im Vordergrund steht eine ehrgeizige junge Frau, der wir nicht nur beim Erwachsenwerden zuschauen, sondern die wir auch dabei beobachten können, wie sie Hindernisse immer wieder auf Neue überwindet und sich trotz einiger Steine im Weg einfach nicht aufhalten lässt.

Die junge Schachliebhaberin Beth Harmon, gespielt von den zwei Schauspielerinnen Anya Taylor-Joy und Isla Johnston, wird gerade von ihren zahlreichen männlichen Gegnern immer wieder unterschätzt – und überrascht sie dann mit ihrer unglaublichen Begabung. Selbst wenn man als Zuschauer nicht viel von Schach versteht – die Energie, die Leidenschaft und manchmal gar Verbissenheit, mit der Beth ihrem Traum hinterherjagt, spürt man sofort. Sicher, eine oder zwei Folgen, der eine oder andere Handlungsstrang hätte ein wenig gekürzt werden können. Vielleicht ist “The Queen’s Gambit” auch manchmal zu vorhersehbar. Doch insgesamt macht das nichts: Es ist einfach schön, dieser gleichzeitig starken, gleichzeitig aber auch sehr verletzlichen und vom Schicksal gebeutelten Hauptfigur immer wieder beim Hinfallen und Aufstehen zuzusehen.

Suchtfaktor

“Wie geht es wohl weiter? Nagut – dann eben noch eine Folge!” Achtung, der Suchtfaktor dieser Serie ist relativ hoch. Vor allem die ersten Folgen, die die die Kindheit im Waisenhaus sowie Beths erste Erfolgen als Junior-Schachspielerin schildern, laden zum Binge-Watching ein. Der Mittelteil, der in den 60er Jahren spielt, weist zwar ein paar inhaltliche Schwächen auf. Aber spätestens in den letzten Folgen der Serie ist die Hochspannung wieder zurück – und vielleicht verdrückt man dann auch die eine oder andere Träne vor Rührung…

Fun-Fact

Mir kamen ja ehrlich gesagt einige Drehorte ja schon beim Anschauen dieser Serie seltsam bekannt vor. Nun hat sich meine Ahnung bestätigt: Ein Großteil der Serie, unter anderem auch einige zentrale Szenen, die in Moskau spielen, wurde in Berlin gedreht. Jetzt ist mir “The Queen’s Gambit” sogar noch sympathischer geworden!

Welche Serie könnt ihr noch für den Corona-Winter empfehlen? Ich freue mich über weitere Tipps!

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    7 KOMMENTARE

  • Johanna 30. Oktober 2020 Reply

    Die Serie wurde mir gestern auch persönlich empfohlen. Dann werde ich da definitiv mal reinschauen. Viele Grüße!

    • Deborah 30. Oktober 2020 Reply

      Super, dann viel Spaß (beim Binge-Watching) 😉

  • Johanna 30. Oktober 2020 Reply

    Danke, wobei es nichts mit Bingen wurde. Tatsächlich hat mich die erste Folge eher abgeschreckt, denn überzeugt. Zu bunt, zu extrem, für mich zu viel Charlie und die Schokoladenfabrik 😅

    • Deborah 30. Oktober 2020 Reply

      Ach schade, na so sind die Geschmäcker verschieden. Viele Grüße, Deborah

    • Brigitte 30. Oktober 2020 Reply

      Wie schade. Schau doch mal in Folge 2 herein, vielleicht bekommt die Serie dich noch. Für mich persönlich eine der großartigsten seit Langem.

  • Johanna 30. Oktober 2020 Reply

    Du hattest recht, Brigitte! Gestern Versuch 2 gestartet und die Folge 2 angesehen. Jetzt hat es mich… Manchmal lohnt sich das Dranbleiben halt doch. Wie beim einen oder anderen Buch halt auch 😉 Viele Grüße

    • Deborah 30. Oktober 2020 Reply

      Ach klasse, dann viel Spaß ☺️

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