Theater & Musik

Ukulele lernen: Meine persönlichen Tipps

Ukulele lernen

Ich habe ein neues kreatives Projekt: Ukulele lernen. Seit ungefähr einem Monat spiele ich mit großer Freude Ukulele und freue mich jeden Tag aufs Neue, Songs auf der “kleinen Schwester” der Gitarre zu lernen. “Ist das denn nicht schwer? Kann man sich das wirklich selber beibringen?” In meinem Umfeld sorgte ich immer wieder für Erstaunen und zweifelnde Blicke, als ich vor etwa einem Monat voller Begeisterung von meinen Ukulele-Plänen erzählte. Objektiv betrachtet: Klar, die Ukulele ist auch für mich ein neues Instrument, das ich noch nie vorher gespielt habe. Nach ein paar Wochen Üben muss ich jedoch klar sagen: Sie ist ein gutes Einsteiger-Instrument, das sich eindeutig schneller erlernen lässt als zum Beispiel eine Gitarre oder ein Klavier. Vorkenntnisse in diesen oder anderen Instrumenten sind nützlich – aber keineswegs ein Muss.

Ihr spielt selbst Gitarre und/oder liebäugelt schon länger damit, ein Instrument zu lernen, dass Euch nicht vor allzu große Schwierigkeiten stellt? In diesem Beitrag möchte ich Euch meine persönlichen Tipps zum Ukulele-Lernen mit Euch teilen.

Ukulele kaufen: Darauf solltet Ihr achten

Wo kauft man am besten eine Ukulele? Und wie viel Geld sollte man ungefähr ausgeben, um eine mit einem schönen Klang zu bekommen? Auch diese Fragen stellt ich mir, als für mich feststand, dass ich Ukulele spielen möchte. Im Internet ist das Angebot sehr unübersichtlich, außerdem sträubte ich mich dagegen, online ein Instrument zu bestellen. So romantisch es auch klingen mag, Musik ist für mich etwas sehr Persönliches. Ein Instrument sollte einfach zu einem passen – und das merkt man wohl am ehesten, wenn man auch die Gelegenheit hat, es selbst in die Hand zu nehmen und auszuprobieren.

Eine Freundin von mir – selbst erfahrene Ukulele-Spielerin – gab mir den Tipp, auf eine gute Verarbeitung (Echtholz) sowie auf einschlägige Marken (Kala, Brüko) zu achten. Preislich liegt ein vernünftiges Instrument etwa zwischen 50 und 90 Euro. Nach oben hin gibt es natürlich immer Luft – allerdings stellt sich da auch die Frage, wie oft Ihr wirklich Ukulele spielen möchtet und inwieweit sie vielleicht nur als “Zweitinstrument” dient. Wenn Ihr natürlich häufig auf Reisen geht und eher ängstlich seid, dass Euer Instrument mal einen Kratzer abbekommt, ist es natürlich sinnvoll sich lieber ein günstigeres Modell zu kaufen. Beim Klang müsste Ihr hier aber wahrscheinlich eher Abstriche machen.

Am wichtigsten ist aber wohl, dass die Ukulele gut in der Hand liegt und die “Chemie stimmt”. Also, auf in den Musikladen Eures Vertrauens und einfach mal selber testen, welche Ukulele gut zu Euch passt!

Buchtipp zum Ukulele Lernen: Let's Play Ukulele

Buchtipp zum Ukulele Lernen: Let’s Play Ukulele

Ukulele lernen für Anfänger

Noch am selben Tag, als ich meine Ukulele in dem urigen Kreuzberger Ukulele-Laden Leleland gekauft hatte, druckte ich mir abends im Internet eine Liste mit den wichtigsten Akkorden aus und legte los. Eine solche Grifftabelle ist ziemlich selbsterklärend – selbst musikalische Neulinge sollten in kürzester Zeit Akkorde wie den C-, Am-, G- und F-Akkord greifen können. Und damit lassen sich schon erstaunlich viele Songs spielen. Hier findet Ihr meinen Beitrag zum Ukulele Akkorde lernen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nach ein paar Tagen packte mich dann allerdings doch der Ehrgeiz noch mehr zu lernen, neue Spieltechniken, Strumming- und Picking-Muster und noch vieles mehr kennenzulernen. Einen super Einstieg bietet definitiv das Buch “Let’s Play Ukulele” aus dem Hage Musikverlag. Mit einem ähnlichen aufgebauten Band habe ich mir vor ein paar Jahren das Gitarrenspielen selber beigebracht. Was ich an den Büchern aus dieser Reihe vor allem mag: Sie sind einfach und übersichtlich strukturiert, kommen ohne komplizierte Fachsimpelei aus und bieten eine sehr schöne Liedauswahl aus den unterschiedlichsten Genres. Zum Teil auch sehr unkonventionell: Oder hättet Ihr darüber nachgedacht, “Born To Be Wild” auf der Ukulele zu spielen? Bestimmt interessant…
Das praktische Ringbuch “Let’s Play Ukulele” ist somit meine persönliche Buchempfehlung für alle, die Ukulele lernen und am liebsten gleich mit dem Spielen loslegen möchten!

Die richtige Song-Auswahl

Generell lassen sich natürlich alle Songs, die Euch auf der Gitarre gefallen, auch mit einer Ukulele spielen. Allerdings habe ich für mich in den letzten Wochen herausgefunden, dass es gerade dieses Gute-Laune-Feeling ist, das beim Spielen auf der Ukulele einfach besser rüberkommt. Songs wie “Don’t worry, be happy” und moderne Pop-Klassiker wie Jason Mraz’ “I’m Yours” oder das unvermeidliche “Somewhere Over The Rainbow” sind einfach für dieses hell klingende Saiteninstrument gemacht. Eine gute Auswahl mit 99 beliebten Songs, die auf einer Ukulele schön klingen, findet Ihr zum Beispiel hier.

Ukulele vs. Gitarre

Ukulele lernen vs. Gitarre lernen

Ukulele vs. Gitarre: Vor- und Nachteile

Die Ukulele ist schön klein und kompakt, lässt sich überallhin mitnehmen. Klarer Vorteil gegenüber einer Akustikgitarre, die auf größeren Reisen mit Auto, Bus oder Bahn manchmal doch eher ein Hindernis ist. Beim Fliegen wird für die Mitnahme einer Gitarre leider oft eine recht hohe Gebühr erhoben. Für mich war also vor allem dieser Aspekt einer der Hauptgründe, warum ich mich dazu entschlossen habe, mir eine Ukulele zu kaufen und das Spielen selber beizubringen. Dann ist es aber auch der Spirit, der bei der Ukulele mitschwingt. Denn wer denkt denn bei diesem kleinen Saiteninstrument aus Hawaii nicht an Strand, Palmen und entspannte Menschen, die in der Sonne sitzen und das Leben genießen?

Dennoch möchte ich auf meine Akustik-Gitarre nicht verzichten. Viele meiner Lieblingssongs, gerade emotionale Rock-Nummern wie “Zombie” von The Cranberries oder melancholische Songs wie die “Big in Japan”-Coverversion der norwegischen Sängerin Ane Brun klingen auf einer Gitarre einfach besser, harmonieren mit der traurigen Grundstimmung.

Welches Instrument also besser passt, kann wohl nur jeder selbst entscheiden. Aber meiner Meinung spricht ja auch wirklich nichts gegen die Ukulele als Zweitinstrument und das Wechseln zwischen Gitarre und Ukulele. Je nach Stimmung, Song und Anlass.

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag für dieses wunderbare Instrument begeistern. Habt Ihr noch Fragen zum Ukulele lernen? Anregungen? Tipps? Ich freue mich über Eure Kommentare.

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    7 KOMMENTARE

  • absolut begeistert bin ich, liebe deborah, danke für deine verlinkungen – ich habe zwei zu hause, die gehören meinen kindern und es wird höchste zeit; mich selbst mal damit zu beschäftigen. dein anstoß ist ansporn genug:) herzliche grüße aus münchen, daniela

    • Deborah 6. April 2017 Reply

      Das klingt super! Freut mich sehr, dass ich dich mit meiner Begeisterung anstecken konnte 🙂 Dann viel Spaß dir!
      LG aus Berlin,
      Deborah

  • CJ 6. April 2017 Reply

    Danke für die Chords PDF! Nützlicher und inspirierender Beitrag! 🙂 Das erste Mal, dass mir eine Ukulele über den Weg lief, geschah durch Stefan Raab im TV. Mal gucken, ob ich es schaffe, das auch anzugehen.

    • Deborah 6. April 2017 Reply

      Danke, das freut mich. Ukulele zu lernen ist wirklich gar nicht schwer. Ich wünsche dir viel Spaß 🙂

  • […] liegt im Trend. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass mein Beitrag Ukulele lernen für Anfänger seit geraumer Zeit so oft gelesen wird. Dies ist Grund genug für mich, mein kleines Tutorial für […]

  • helga 6. April 2017 Reply

    Von einem Mädchen habe ich die Ukulele kennen gelernt. Das Instrument finde ich klasse, besonders für die Kinder. Da kann man die leicht in den Wald oder zu einem Ausflug mitnehmen und zusammen den sommerlichen Abend genießen. Vielen Dank für die Anregungen!

    • Deborah 6. April 2017 Reply

      Hallo liebe Helga,
      du hast Recht: Gerade für Kinder ist die Ukulele ein tolles (erstes) Instrument. Schade, dass ich sie erst so spät entdeckt habe.
      Liebe Grüße
      Deborah

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(Werbung für Smirnoff..naja eigentlich weniger ;))
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